Steinmeier schreit Gegner bei Demo nieder: „Ihr seid die Kriegstreiber!“

Am Berliner Alexanderplatz ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ausgerastet: Bei einer Kundgebung schrie Steinmeier Demonstranten nieder, die ihn als "Kriegstreiber" bezeichnet hatten.

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Die Nerven liegen blank vor der EU-Wahl: Frank-Walter Steinmeier wollte am Montag am Berliner Alexanderplatz eigentlich eine Kundgebung zur EU abhalten. Als ihn jedoch einige Demonstranten mit dem Ruf „Kriegstreiber“ erzürnten, schrie Steinmeier in ungewohnt heftiger Weise zurück: Wer eine ganze Gesellschaft als Faschisten bezeichne, der sei ein Kriegstreiber. Politik sei komplizierter als eine Teilung Friedensengel und Bösewichter. Zum Glück gäbe es Menschen, die sich dieser Kompliziertheit widmen.

Steinmeier sagte, die Demonstranten hätten Europa nicht verstanden. Die „Krakeler“ hätten „Blödsinn“ gefordert, wie etwa den Austritt Griechenlands.

Hätten die Politiker auf den „Blödsinn“ der Euro-Gegner gehört, wäre Europa heute kaputt.

Der ungewohnt ruppige Auftritt Steinmeiers zeigt, dass die Politiker in Europa offenbar ziemlich nervös sind. Vor allem scheinen sie nicht mehr in der Lage, eine sachliche Diskussion über die EU zu führen. Wenn ein Außenminister, der eigentlich für sein gepflegtes Auftreten bekannt ist, so die Contenance verliert, dann dürften die Umfragen für die etablierten Parteien nicht besonders erfreulich sein.

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