Metro-Chef nimmt an Konferenz in St. Petersburg teil

Metro-Chef Koch ist der einziger hochrangige deutsche Teilnehmer bei russischer Wirtschaftskonferenz in St. Petersburg. Er werde dort auch die Interessen der rund 22.000 Beschäftigten der Metro Group in Russland vertreten. Zuvor hatte E.ON-Chef Teyssen seine Teilnahme abgesagt. Politischer Druck soll nicht ausgeübt worden sein.

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Als einziger Vorstandschef eines deutschen Großkonzerns wird Metro-Chef Olaf Koch an der wegen der Ukraine-Krise umstrittenen Wirtschaftskonferenz in St. Petersburg teilnehmen. „Herr Koch plant weiterhin, am St. Petersburg International Economic Forum teilzunehmen“, erklärte ein Metro-Sprecher am Dienstag. Koch werde dort „auch die Interessen der rund 22.000 Beschäftigten der Metro Group in Russland vertreten“, fügte der Sprecher hinzu. „Gerade in der aktuell schwierigen Situation halten wir es für sinnvoll, miteinander zu sprechen und den Dialog aufrecht zu erhalten.“ Diese Einstellung werde „auch von verschiedenen politischen Vertretern in Berlin geteilt“, sagte der Sprecher.

Kurz zuvor hatte E.ON -Chef Johannes Teyssen eine Teilnahme an dem Treffen in Russland abgesagt. Ein E.ON-Sprecher hatte die Absage am Montag mit kurzfristigen wichtigen Terminen begründet (mehr hier). Anstelle von Teyssen würden die Vorstandsmitglieder Leonhard Birnbaum und Jorgen Kildahl an dem Treffen teilnehmen. Aus Deutschland wird den Veranstaltern des Forums zufolge unter anderem auch TUI-Aufsichtsratschef Klaus Mangold nach Russland reisen.

Von Donnerstag bis Samstag treffen sich Spitzen der Wirtschaft in St. Petersburg bei einer Konferenz, auf der auch Russlands Präsident Wladimir Putin sprechen wird. Anders als in früheren Jahren werden diesmal wegen der russischen Ukraine-Politik aber keine westlichen Spitzenpolitiker dabei sein. Die US-Regierung hatte zudem heimische Firmen aufgefordert, ihre Teilnahme zu überdenken.

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