USA legen sich mit China an: Erstmals Anklagen wegen Cyber-Spionage

Die USA haben erstmals Anklage gegen chinesische Miltärs wegen Cyber-Spionage erhoben. Die Folgen sind ähnlich wie bei den Sanktionen gegen Russland: Die betreffenden Personen können nicht in die USA oder in ein Land mit einem Auslieferungsabkommen reisen. Peking protestiert scharf.

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Die USA haben China erstmals offiziell der Cyberspionage bezichtigt. Ein Anklagegericht habe fünf Mitgliedern des chinesischen Militärs Hackerangriffe auf amerikanische Firmen vorgeworfen, erklärte Justizminister Eric Holder am Montag. Eric Holder: „Die Anklage geht davon aus, dass diese Offiziere nicht autorisierten Zugriff auf Computer ihrer Opfer hatten, um dort Informationen zu stehlen, die ihren Wettbewerbern in China, auch staatseigenen Unternehmen, nützlich sind.“

Betroffen seien sechs Unternehmen aus den Bereichen Atomkraft, Solartechnik und Metalle, darunter United States Steel, Alcoa und Allegheny Technologies. Es handle sich um Fälle von Industrie-Spionage. Die Anklage ist eher symbolischer Natur. In der Praxis verhindert sie die Einreise der betroffenen Personen in die USA oder Staaten mit einem Auslieferungsabkommen. Aus dem chinesischen Außenministerium hieß es umgehend, die Anschuldigungen seien erfunden und würden das gegenseitige Vertrauen beschädigen.

Nach Einschätzung der USA haben zahlreiche Hackerangriffe ihren Ursprung in China. Dies geht unter anderem aus geheimen amerikanischen Unterlagen hervor, die in den vergangenen Jahren auf der Enthüllungs-Website WikiLeaks veröffentlicht wurden.

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