Nach Militär-Putsch: Thailands Währung gerät unter Druck

Nach dem Putsch des Militärs steht die thailändische Währung Baht zunehmend unter Druck. Ausländische Investoren zogen seit Verhängung des Kriegsrechts bereits über 300 Millionen Euro ab. Analysten rechnen mit einem anhaltenden Ausverkauf am thailändischen Aktienmarkt.

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Nach dem Militärputsch in Thailand ist die Landeswährung Baht unter Druck geraten. Ein Dollar verteuerte sich in der Spitze um 0,4 Prozent auf 32,60 Baht. Die Aktienbörse hatte bereits geschlossen, als Armeechef Prayuth Chan Ocha in einer Fernsehansprache die Machtübernahme der Militärs verkündete.

„Das ist eine ziemliche Überraschung“, erklärte Charnyingyong, Stratege beim Brokerhaus Phillip Securities. Für Freitag rechne er mit einem Ausverkauf ausländischer Investoren am Aktienmarkt.

Seit der Erklärung des Kriegsrechts am Dienstag haben ausländische Investoren bereits umgerechnet 300 Millionen Euro aus Thailand abgezogen worden. Allerdings gab es auch Börsianer, die kurzfristige positive Reaktionen nicht ausschlossen. Schließlich werde die Unsicherheit reduziert, hieß es.

Armeechef Prayuth Chan-ocha erklärte am Donnerstag in einer Fernsehansprache, die Streitkräfte würden die Ordnung im Lande wiederherstellen und politische Reformen durchsetzen (mehr hier).

Am Donnerstag hat der Leitindex noch mit einem Plus von 0,2 Prozent geschlossen. Damit hatte er wie viele andere südostasiatische Indizes auch auf chinesische Konjunkturdaten reagiert, die etwas besser als erwartet ausgefallen waren.

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