EZB will belgische Pleite-Bank Dexia weniger streng prüfen

Die EZB will bei der Prüfung der belgischen Pleitebank Dexia lockere Regeln anwenden als bei anderen Banken: Die Dexia soll nicht auf den schlimmsten Krisenfall hin untersucht werden. Der Stresstest entwickelt sich offenbar zum Wunschkonzert.

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Die französisch-belgische Krisenbank Dexia wird sich einem Insider zufolge nur einer weniger strengen Variante des europäischen Stresstests unterziehen müssen. Das bei der EZB angesiedelte Aufsichtsgremium habe beschlossen, der Notenbank dieses Vorgehen zu empfehlen, sagte am Donnerstag eine mit dem Vorgang vertraute Person. Dexia müsste demnach nur nachweisen, dass sie das wahrscheinlichste Szenario des Tests und nicht wie andere Banken das Krisen-Szenario überstehen könnte. Damit würde es unwahrscheinlicher, dass das Institut weitere Staatsgelder benötigt.

Die EZB, Dexia und die belgische Nationalbank lehnten eine Stellungnahme ab.

Das 1996 entstandene franko-belgische Institut war während der weltweiten Finanzkrise in die Schieflage geraten. Seither musste es mit zwölf Milliarden Euro gestützt werden. Die Lage bleibt angespannt. Im März warnte Dexia, dass die Bank bei der EU-Prüfung durchfallen könnte und deswegen vielleicht weiteres Kapital aufnehmen müsste. Das wiederum würde bedeuten, dass aller Voraussicht nach die französischen und belgischen Behörden einspringen müssten

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