Gutes Geschäft: Die „Strafe“, die Barclays für Goldpreis-Manipulation zahlen muss

32 Millionen Euro muss Barclays für Manipulationen des Goldpreises bezahlen. Das entspricht in der Relation etwa einem Strafmandat, das die Polizei einem Bankräuber ans Auto heftet, weil er das Fluchtfahrzeug während seines Überfalls im Halteverbot abgestellt hat.

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Die britische Barclays muss als erste Großbank für die Manipulation des Goldpreises eine Strafe zahlen. Die Buße für die fehlerhafte Kontrolle der Mitarbeiter bei der Ermittlung des Goldpreises belaufe sich auf 26 Millionen Pfund (gut 32 Millionen Euro), wie das Institut am Freitag mitteilte. Zuletzt hatte die Bank bereits eine Strafe von 450 Millionen Dollar für die Manipulation des Referenzzinssatzes Libor aufgebrummt bekommen.

Die „Strafe“ für die Goldpreis-Manipulationen dürfte bei Barclays einige Heiterkeit auslösen: Diese Summe entspricht in der Relation etwa dem Strafmandat, das die Polizei einem Bankräuber ans Auto heftet, weil er das Fluchtfahrzeug während seines Überfalls im Halteverbot abgestellt hat. Zwar wird nie ermittelt werden, wieviel Gewinn Barclays – und all die anderen Banken – durch Manipulationen gemacht haben. Doch der Schaden, der dadurch „normalen“ Anlegern entstanden ist, dürfte in die Milliarden gehen.

Konsequenterweise sagen Insider daher laut Reuters, die Gold-Untersuchung sei ein Einzelfall gewesen und nicht Teil einer größeren Überprüfung von Banken.

An dem sogenannten Gold-Fixing sind fünf Institute beteiligt: die Deutsche Bank, Barclays, HSBC, Bank of Nova Scotia und Societe Generale. Der Goldpreis wird in einer Telefonkonferenz des exklusiven Klubs zwei Mal am Tag festgelegt.

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