Krise in Belgien: Flämische Separatisten gewinnen Parlamentswahlen

Belgien steht möglicherweise wieder vor der Unregierbarkeit: Die Sozialisten haben die Parlamentswahl verloren, die flämischen Separatisten sind weiter im Aufwind.

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In Belgien zeichnet sich nach der Parlamentswahl ein Sieg der separatistischen Neu-Flämischen Allianz (N-VA) und damit erneut eine schwierige Regierungsbildung ab. Die N-VA, die Flandern von Belgien abspalten will, erreichte ersten Hochrechnungen vom Sonntagabend zufolge knapp ein Drittel der Stimmen. Damit hätte sie ihr Ergebnis von 2010 von 28,2 Prozent noch einmal verbessert. Im Niederländisch sprechenden Flandern leben etwa 60 Prozent der Belgier. Es ist das wirtschaftliche Kraftzentrum des Landes.

Zu den Verlierern gehören die Sozialisten von Ministerpräsident Elio Di Rupo. Sie gaben Stimmen an die neu formierte Linkspartei ab, blieben aber stärkste Kraft im Französisch sprechenden Teil des Landes.

Nach der Wahl 2010 hatte es eineinhalb Jahre gedauert, bis eine neue Regierung gebildet werden konnte. Inmitten der europäischen Schuldenkrise führte das zu einem Zinsanstieg bei den Staatsanleihen und damit höheren Kosten für das Land, dessen Schuldenberg fast 100 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht und damit der sechstgrößte in der 28 Staaten zählenden Europäischen Union ist.

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