EU-Wahl: SPD legt zu, CDU verliert, AfD erreicht 6,8 Prozent

Die ersten Prognosen für die EU-Wahl sehen die SPD mit leichten Gewinnen, die AfD kommt auf 6,8 Prozent. Für die FDP ist die Wahl eine neuerliche Blamage - sie schafft es gerade, einen Abgeordneten zu entsenden. Ebenso enttäuschend schnitten die Piraten ab. Angela Merkel bleibt stärkste Partei. Tierschutzpartei und NPD gewinnen je 1 Mandat.

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Bei der Europawahl hat die SPD nach Prognosen von ARD und ZDF deutlich besser abgeschnitten als 2009. Zu den größten Gewinnern in Deutschland zählt auch die euro-skeptisch AfD, die aus dem Stand auf mehr als sechs Prozent erreichte. Die Union blieb trotz Verlusten stärkste Kraft.

Für CDU/CSU prognostizierte die ARD (Hochrechnung 19.20 Uhr) 36,6 Prozent nach 37,9 Prozent vor fünf Jahren. Das ZDF sah die Union bei 36,0 Prozent. Deutlich zulegen konnte die SPD mit 27,2 (ZDF: 27,5) Prozent, nachdem sie 2009 mit 20,8 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Europawahl erzielt hatte. Drittstärkste Kraft blieben trotz Verlusten die Grünen, die auf 10,9 (10,5) Prozent nach 12,1 Prozent vor fünf Jahren kamen.

Die Linkspartei konnte mit 7,5 (7,5) Prozent ihr Ergebnis halten (2009: 7,5 Prozent).

Die AfD erreichte bei ihrer ersten Europawahl 6,8 (6,5) Prozent. Das ist ein Achtungserfolg – wenngleich die letzten Umfragen vor der Wahl die Partei bei 7 Prozent gesehen hatten.

Die FDP stürzte nach einem lustlosen Wahlkampf nun auch bei der Europawahl ab und kommt nur noch auf 3,0 (3,0) Prozent nach 11,0 Prozent 2009. Die Partei zeigt deutliche Auflösungserscheinungen.

Dennoch ist sie im neuen Europaparlament vertreten, weil es dort keine Mindesthürde gibt. Auch die rechtstextreme NPD kann dem ZDF zufolge einen Vertreter ins Europaparlament entsenden. Die Wahlbeteiligung lag mit 48,0 (47,0) Prozent höher als 2009 mit 43,3 Prozent.

Ins neue Europaparlament mit insgesamt 751 Abgeordneten entsenden CDU und CSU demnach 35 (ZDF: 36) Parlamentarier, die SPD 27 (28). Die Grünen schicken 11 (10) Abgeordnten nach Straßburg und Brüssel, die Linken 8 (7). Die AfD stellt 6 Abgeordnete nach Prognosen beider Sender, die FDP 3. Je einen Parlamentarier entsenden dem ZDF zufolge die Piraten und die Freien Wähler. Das Ergebnis der Piraten ist nach den Höhenflügen vor einigen Jahren eine klare Schlappe. Die Freien Wähler hatten sich zwei Abgeordnete ausgerechnet und blieben demnach ebenfalls unter ihren Möglichkeiten.

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