Geringes Interesse für EU-Wahl: Erst 25,6 Prozent haben gewählt

Das Interesse an der EU-Wahl dürfte in Deutschland etwas höher sein als bei der vergangenen Wahl. Trotzdem wird vermutlich weniger als die Hälfte aller Stimmberechtigten zu den Urnen gehen.

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Bis zum frühen Sonntagnachmittag haben 25,6 Prozent ihre Stimme abgegeben, teilt der Bundeswahlleiter mit. Briefwähler seien dabei noch nicht berücksichtigt. Bei der Europawahl 2009 hatte die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 20,2 Prozent gelegen. Insgesamt betrug sie in Deutschland damals 43,3 Prozent, in ganz Europa fiel sie Beteiligung auf den bislang tiefsten Stand von 43,0 Prozent.

Zur Wahl des achten Europäischen Parlament sind in diesem Jahr knapp 62 Millionen Bundesbürger aufgerufen. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. In der EU insgesamt können rund 400 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben. Mit ersten Ergebnissen wird erst nach 23.00 Uhr gerechnet, wenn auch die letzten Wahllokale in Italien geschlossen haben. Neben der Europawahl finden in zehn deutschen Bundesländern Kommunalwahlen statt.

In einer Umfrage zur Europawahl des ZDF-Politbarometers kamen CDU und CSU zuletzt auf 37,5 Prozent (Ergebnis 2009: 37,9 Prozent) der Stimmen und die SPD auf 26,5 Prozent (20,8). Die Grünen erreichten zehn Prozent (12,1), die FDP liegt bei 3,5 Prozent (elf) und die Linke unverändert bei 7,5 Prozent. Die erst im vorigen Jahr gegründete Alternative für Deutschland (AfD) käme auf sieben Prozent. Deutschland wird 96 der 751 Abgeordneten im neuen Europaparlament stellen

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