Hohe Wahlbeteiligung in der West-Ukraine

Im Westen der Ukraine zeichnet sich bei der Präsidentschaftswahl eine hohe Beteiligung ab. Im Osten sind nur wenige Wahl-Lokale geöffnet, in der Donezk-Region etwa 20 Prozent. In der gleichnamigen Stadt ist eine Stimmabgabe gänzlich unmöglich, alle Wahllokale bleiben geschlossen.

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Bei sonnigem Wetter strömten die Menschen in der West-Ukraine am Sonntag in die Wahllokale. Im Osten des Landes waren jedoch nur einige Abstimmungslokale geöffnet. Insgesamt sind 36 Millionen Ukrainer aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen, der die Nachfolge des pro-russischen Staatsoberhaupts Viktor Janukowitsch antreten soll. Er war im Februar gestürzt worden.

Als Favorit gilt der Süßwaren-Fabrikant Petro Poroschenko, einer der reichsten Männer der Ukraine (mehr hier). Auch die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko tritt an. Ihr wird der zweite Platz vorausgesagt (hier). Sollte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet am 15. Juni eine Stichwahl statt.

Der Westen sagt, dass die Abstimmung zu einer Stabilisierung in der Ukraine führen wird, wo es seit Monaten immer wieder zu Gewalt kommt. „Das sind extrem wichtige Wahlen. Wir müssen sicherstellen, dass die Ukraine wirklich ein unabhängiger Staat wird, ein mächtiger unabhängiger Staat, den niemand herumschubsen kann“, sagte Rentner Michailo Belyk bei seiner Stimmabgabe im Südosten der Hauptstadt Kiew. Geschäftsmann Viktor Sytschenko äußerte sich ähnlich: „Ich gehe für meine Kinder und ihre Zukunft zur Wahl. Ich hoffe, dass wir unsere schreckliche Vergangenheit hinter uns lassen können.“

Ein anderes Bild bot sich in der östlichen Donezk-Region. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, waren dort lediglich 20 Prozent der Wahllokale offen. In der gleichnamigen Stadt Donezk war eine Stimmabgabe gänzlich unmöglich, alle Wahllokale blieben geschlossen. In der Ostukraine haben pro-russische Separatisten zwei unabhängige Republiken ausgerufen.

Bis 20.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) haben die Wahllokale geöffnet. Nach Schließung dürften erste Nachwahlbefragungen veröffentlicht werden. Die endgültigen Ergebnisse werden am Montag erwartet.

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