EU-Wahl: Nigel Farage triumphiert mit UKIP in Großbritannien

In Großbritannien haben die Euro-Skeptiker von der UKIP sensationell den ersten Platz errungen: Nigel Farage spricht von einem Erdbeben, in Downing Street sollen die Teetassen gezittert haben. Noch schlechter als Cameron geht es Labour - gar nur Platz 3.

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In Großbritannien gab es bei der EU-Wahl einen triumphalen Sieg von EU-Gegner Nigel Farage und seiner UKIP hin: UKIP lag nach Auszählung der Hälfte der Wahlkreise bei 31 Prozent und damit klar vor Labour, die auf 23 Prozent kommen. Die regierenden Konservativen von David Cameron wurden Zweiter mit 24 Prozent. Die Lib Dems verloren deutlich. Der Guardian meldet um 1.40 Uhr MEZ:

UK results so far (6/12 declared):
Ukip – 12 seats, 31%
Con – 9 seats, 24%
Lab – 8 seats, 23%
Greens – 1 seats, 8%
Lib Dem – 0 seats, 7%

Bereits am Donnerstag hatte Farage bei der Kommunalwahl gewaltig zugelegt (mehr hier).

Der Guardian zitiert Nigel Farage, der sagte, dass das Ergebnis „ein Erdbeben“ sein werde, ein „historisches“ Ereignis in der „britischen Geschichte“, weil noch nie eine Partei die Umfragen derart übertroffen haben könnte.

Nach ersten Teilergebnissen von Sonntagabend gewann die Partei unter Nigel Farage mehr Sitze als die Konservative Partei von Premierminister David Cameron. Von den zehn ausgezählten Wahlbezirken konnte die UKIP vier für sich entscheiden. Die Konservative Partei und die oppositionelle Labour-Partei gewannen je drei Mandate. Der Stimmenanteil für die UKIP ist im Vergleich zu der Wahl vor fünf Jahren deutlich gestiegen. Insgesamt hat Großbritannien 73 Sitze im Europäischen Parlament.

Mit einem Wahlerfolg der UKIP, die vehement den Austritt Großbritanniens fordert, dürfte die Debatte über einen Verbleib des Vereinigten Königreiches in der EU neuen Zündstoff erhalten. Spätestens 2015 stehen in Großbritannien Parlamentswahlen an. Cameron, der auch stark unter Druck der Euroskeptiker in seiner Partei steht, hat für den Fall seiner Wiederwahl ein EU-Referendum bis Ende 2017 angekündigt.

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