EU-Wahl: Schlechte Quoten für schlechte Sendungen in ARD und ZDF

Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten massiv für die EU-Wahl getrommelt – doch weniger als die Hälfte der Deutschen war zu den Urnen zu bewegen. Auch für die ewig-gleichen Phrasen und langweiligen Gäste in den Talks bekamen die Sender die Quittung: ganz schlechte Quoten - obwohl sich die Deutschen für Europa interessieren wie noch nie.

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ARD und ZDF machen zwei Denkfehler: Bei Unterhaltungssendungen denken sie an die Quote. Entsprechend seicht wird es dann auch. Ergebnis: Auftrag verraten, Ziel verfehlt. Bei politischen Ereignissen denken sie dagegen nur an ihre Eigentümer, nämlich die Parteien. Und machen so langweilige Sendungen, dass die Zuseher in Scharen fliehen. Fazit: Auftrag erfüllt, Ziel trotzdem verfehlt.

Die Medien-Website DWDL berichtet: Das ZDF erreichte am Sonntag „lediglich 4,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen“. Genauso schlecht die ARD: 6,8 Prozent bei der Jugend.

Selbst die Wahlanalysen, bombastisch auf zwei Kanälen, kam mit 1,7 Millionen Zusehern (ARD) und 1,3 Millionen (ZDF) auf bescheidenste Werte.

Günther Jauch, der immer dieselben Leute einlädt, obwohl er früher einmal Ansätze eines Querdenkers hatte, stürzte mit seinem Talk ab. DWDL: Jauch musste „mit 3,73 Millionen Zuschauern aber die schwächste Reichweite seit dem Schlagloch-Talk vor elf Monaten hinnehmen“.

Bei den späteren Sendungen waren die Quoten etwas besser, aber da waren die meisten Zuseher vermutlich bereits eingeschlafen und hatten aufs Ausschalten vergessen.

Kleine Anregung aus dem Kreis der gebührenzahlenden Redaktion: Hebt die Denk- und Sprechverbote in Sachen EU auf! Ladet kantige Leute ein, die einander (und vor allem Euch) widersprechen können. Hebt während der Wahlen das Telefon nicht ab, wenn Ihr seht, dass ein Politiker in der Leitung ist. Gebt den Polit-Kommissaren bei Wahlen doppelten Urlaub. Lasst jene kompetenten und kreativen Journalisten ran, die was von der Sache verstehen – es gibt genug davon in den Anstalten. Animiert Eure Korrespondenten, frei und selbständig zu denken – und leidenschaftlich unparteiisch zu berichten. Interessiert Euch für das Neue, auch wenn Ihr es nicht versteht.

Und setzt endlich die Worte „rechtspopulistisch“, „europafeindlich“ und „Antieuropäer“ auf den Index.

Dann könnt Ihr die Milliarden, die wir Euch zwangsweise monatlich überweisen, sinnvoll verwenden.

Wir verraten Euch ein Geheimnis: Die Zuseher interessieren sich wahnsinnig für Europa und die anderen Staaten. Doch sie wollen informiert und nicht belehrt werden.

Gebt dem „Blauen Kanal“ keine Chance.


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