Börse in Moskau nervös: VTB-Bank bricht ein, Rubel schmiert ab

Die Börse in Moskau reagiert nervös auf die neuen Kämpfe in der Ukraine. Banken ziehen offenbar in großem Stil ihr Kapital ab. Der Gewinn der wichtigen VTB-Bank ist fast komplett eingebrochen.

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Neue Kämpfe zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee in der Ost-Ukraine haben die Moskauer Börse am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Leitindizes des Aktienmarktes fielen um jeweils mehr als zwei Prozent. Zu den größten Verlierern zählte VTB mit einem Kursrückgang um 4,4 Prozent. Der Gewinn des zweitgrößten russischen Geldhauses war wegen der Ukraine-Krise um 98 Prozent eingebrochen. Die russische Bank VTB gerät durch massive Gewinn-Einbußen unter Druck. Die zweitgrößte Bank Russlands hat viele Kredite in der Ukraine vergeben, die nun ausfallgefährdet sind. Zudem leidet die Bank unter dem Verfall des Rubels und den Börsen-Turbulenzen in Russland.

Vor allem ausländische Investoren verkauften ihre Wertpapiere, sagte Aktienstratege Regis Chatellier von der Societe Generale (SocGen). „Die Leute haben nur darauf gewartet, ihr Russland-Engagement herunterzufahren.“ Seit Monatsbeginn haben die Moskauer Aktienindizes elf und knapp 16 Prozent zugelegt. Dax und EuroStoxx50 schafften im gleichen Zeitraum gerade einmal einen Anstieg um drei Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent.

Der russische Rubel geriet am Dienstag ebenfalls unter Druck. Er verlor sowohl zum Dollar als auch zum Euro etwa ein halbes Prozent.

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