Großbritannien droht Schotten: „Bei Austritt werdet ihr ärmer“

Eine Unabhängigkeit Schottlands führe zu einer schlechteren Finanzlage der schottischen Haushalte. Jede Familie verliere durch die Abspaltung rund 1700 Euro jährlich, so der stellvertretende Finanzminister Großbritanniens. Die Schotten stimmen am 18. September über ihre Unabhängigkeit ab.

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Für die Schotten würde sich nach Ansicht des stellvertretenden britischen Finanzministers ein Verbleib im Vereinigten Königreich auch finanziell auszahlen. Sollten sie im September gegen die Unabhängigkeit stimmen, wäre die Zukunft Schottlands sicherer – mit stärkeren Finanzen und einer fortschrittlicheren Gesellschaft, sagte Danny Alexander am Mittwoch. Unterm Strich belaufe sich dieser Mehrwert auf 1400 Pfund (rund 1700 Euro) im Jahr – „für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind“.

Der schottische Regierungschef Alex Salmond hatte erst kurz zuvor betont, die öffentlichen Finanzen eines unabhängigen Schottlands wäre mindestens so stark wie im Rest Großbritanniens. Sollte Schottland seine Wirtschaft ohne Einmischung aus London unabhängig gestalten, wäre es nach Salmonds Worten bis 2030 jährlich um fünf Milliarden Pfund reicher.

Alexander hingegen wies dies als Schwindelei zurück. Die Schotten sollen am 18. September entscheiden, ob sie sich nach 307 Jahren vom britischen Königreich abspalten wollen. Viele schottische Bürger sind Umfragen zufolge noch unentschlossen.

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