Sogar in der offiziellen Statistik: Mehr Arbeitslose im Mai

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai um 24.000 gestiegen. Die Frühlingsbelebung habe sich deutlich abgeschwächt, so der Chef der Agentur für Arbeit. Ökonomen sehen daran ein Zeichen, dass der kurze Aufschwung in Deutschland schon wieder vorüber sein könnte.

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Die offizielle Zahl der Arbeitslosen ist im Mai zum ersten Mal seit sechs Monaten gestiegen. Die Agentur für Arbeit vermeldete einen saisonalbereinigten Anstieg von 24,000 Arbeitslosen auf 2,905 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,7 Prozent.

„Die Frühjahrsbelebung hat sich im Mai abgeschwächt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

In den vergangenen drei Jahren gab es im Mai durchschnittlich einen Rückgang von gut 100.000 Arbeitslosen. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten in diesem Jahr immerhin mit einem Rückgang um 15.000 gerechnet.

„Der milde Winter, der den deutschen Wirtschaftsdaten im ersten Quartal mit einem starken BIP-Zuwachs und sinkender Arbeitslosigkeit geschmeichelt hat, schlägt nun zurück“, zitiert Bloomberg den Chef-Ökonomen der Berenberg Bank Christian Schulz. „Deutschlands Arbeitsmarkt zeigt einen starken Positiv-Trend trotz des leichten Rückgangs im Mai“, so Schulz weiter.

Die Zahl der Arbeitslosen nahm in den alten Bundesländern um 16,018 zu, während sie in den neuen Bundesländern nur um 7,919 stieg.

„Wir sollten anerkennen, dass der Höhepunkt des Aufschwungs hinter uns liegt“, sagte der Dekabank-Ökonom Andreas Scheuerle zu Bloomberg. „Wir haben viel erreicht und es wird schwierig in derselben Geschwindigkeit weiterzumachen“, so Scheuerle weiter.

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