Separatisten wollen OSZE-Beobachter freilassen

Die Separatisten in Slawjansk planen eine Freilassung der gefangenen OSZE-Beobachter, sobald ihre Papiere überprüft wurden. Die OSZE-Gesandten aus der Schweiz, Dänemark, Estland und der Türkei gelten seit Montag als vermisst.

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Prorussische Separatisten in der Ostukraine haben eine baldige Freilassung von vier gefangengenommenen OSZE-Beobachtern in Aussicht gestellt. „Wir überprüfen ihre Papiere und lassen sie dann gehen“, sagte Rebellenkommandeur Wjatscheslaw Ponomarjow am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Seine Gruppe hat die Stadt Slawjansk unter ihrer Kontrolle, wo bereits Militärbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als gefangengenommen worden waren. Unter ihnen waren auch vier Deutsche.

Die Mitglieder des jetzt festgenommenen Teams kommen aus der Schweiz, Dänemark, Estland und der Türkei. Ponomarjow sagte, man habe die OSZE davor gewarnt, nicht in das Gebiet zu fahren. „Sie sollte unsere Meinung ernst nehmen.“ Derzeit gebe es Verhandlungen mit der Organisation.

Die vier OSZE-Gesandten werden seit Montag vermisst. Sie sind Teil einer Beobachtergruppe, der Hunderte Mitarbeiter angehören und die internationale Vereinbarungen zur Deeskalation der Krise überwachen sollen. Prorussische Separatisten haben im Osten der Ukraine mehrere Städte in ihre Gewalt gebracht. In dieser Woche gab es in der Industriemetropole Donzek zwischen ihnen und regierungstreuen Truppen heftige Kämpfe.

Im Zuge der Ukraine-Krise wurden bereits einmal OSZE-Mitglieder im Osten des Landes als Geiseln gehalten. Dabei stellte sich heraus, dass es sich nicht um Mitglieder der zivilen OSZE-Beobachtermission handelte, sondern um hochrangige Militärs, darunter auch ein deutscher Oberst (mehr hier). Die Bundesregierung verteidigte im Nachhinein den Einsatz militärischer OSZE-Beobachter gegen die jede Kritik (hier).

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