Steuergelder für Gazprom: Ukraine zahlt erste Gas-Rechnung

EU-Kommissar Oettinger hat in Kiew dafür gesorgt, dass ein Teil der von den europäischen Steuerzahlern an die Ukraine überwiesenen Gelder für die Bezahlung der strittigen offenen Gasrechnung an Gazprom verwendet wird. Nun erwarten auch die Russen eine Entspannung an der Zahlungsfront.

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Im Streit über Gaspreise haben sich die Ukraine und Russland unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger angenähert. Die ukrainische Regierung habe am Freitag eine Überweisung an den russischen Staatskonzern Gazprom angewiesen, sagte Oettinger nach Gesprächen mit Vertretern beider Seiten in Berlin. Das Geld solle bis Montagmorgen auf einem Konto in Moskau eingehen. Danach seien weitere Verhandlungen noch am selben Tag geplant. Der ukrainische Energieminister Juri Prodan bezifferte die gezahlte Summe auf 786 Millionen Dollar. Die Ukraine hat nach Gazprom-Darstellung offene Rechnungen von 5,2 Milliarden Dollar. Oettinger erklärte, bei den Verhandlungen am Montag könnte ein Durchbruch erzielt werden. Auch Prodan zeigte sich optimistisch: Ein Kompromiss mit Russland sei möglich. Sein russischer Kollege Alexander Nowak bezeichnete die Gespräche als konstruktiv.

Die Regierung der Ukraine hat bis zuletzt gepokert und gedroht, nicht zu zahlen (hier).
Die Regierung der Ukraine hat Steuergelder aus der EU erhalten (hier).
Die Regierung der Ukraine hat Steuergelder aus aller Welt erhalten, und zwar über den IWF (mehr hier).
Es war von Anfang an klar, dass diese Steuergelder nicht dem notleidenden Volk der Ukraine zukommen werden, sondern dem ganz und gar nicht notleidenden russischen Staatskonzern Gazprom (hier).


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