„Schrei vor Glück“: Samwer-Brüder wollen Milliardäre werden

Die Samwer-Brüder wollen Kasse machen und planen, ihre Firma Rocket Internet an die Börse zu bringen. Rocket ist die Holding, unter der alle Internet-Aktivitäten der Brüder angesiedelt sind - wie etwa der Online-Händler Zalando.

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Die Internet-Unternehmer Samwer liebäugeln einem Medienbericht zufolge mit einem milliardenschweren Börsengang ihrer Holding Rocket Internet. Die Firma der Gebrüder Samwer, die 2008 die Gründung von Zalando finanzierten, habe bereits Morgan Stanley, JP Morgan und Berenberg angeheuert, um den Schritt an die Börse in Frankfurt auszuloten, berichtet die FT. Rocket könne dabei mit drei bis fünf Milliarden Euro bewertet werden. Zu einem möglichen Börsengang wollte sich Rocket Internet nicht äußern.

Die Samwers hatten bereits vor wenigen Tagen den ehemaligen Goldman-Banker Peter Kimpel zum CFO ernannt. Er soll mit seinen Verbindungen Rocket helfen, sich weiterzuentwickeln.

Das Unternehmen, hinter dem die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer stehen, wurde 2007 gegründet. Die Holding mit Sitz in Berlin kopiert erfolgreiche Internet-Geschäftsmodelle und bringt sie in verschiedenen Ländern der Welt auf den Markt. Die Samwer-Brüder gehören zu den prominentesten Internet-Unternehmern in Deutschland. Begonnen hatte ihre Karriere Ende der 1990er-Jahre, als sie das Internet-Auktionshaus Alando aufbauten und später mit hohem Gewinn an EBay verkauften. Ähnliches gelang ihnen mit dem Klingelton-Anbieter Jamba. 2008 finanzierten sie die Gründung von Zalando – die Seite gilt als Kopie des US-Online-Schuhladens Zappos. Im vergangenen Jahr hatte Oliver Samwer in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt, in fünf Jahren weltweit 200 bis 250 Firmen im Portfolio haben zu wollen. Derzeit sind es laut Internetseite des Unternehmens rund 75.

Der Internethändler Zalando – bekanntgeworden mit dem Werbeslogan „Schrei vor Glück“ – gilt ebenfalls als Kandidat für einen Gang an die Börse. Anfang Mai hatte es in Finanzkreisen geheißen, dass das Berliner Unternehmen die Investmentbanken Credit Suisse, Morgan Stanley und Goldman Sachs mandatiert habe, um einen Börsengang im September vorzubereiten. Die schwedische Beteiligungsfirma Kinnevik, die mit 36,5 Prozent größter Zalando-Gesellschafter ist, hatte ihren Anteil zuletzt mit knapp 1,4 Milliarden Euro bewertet. Auf dieser Basis wäre der Online-Händler fast 3,8 Milliarden Euro wert.

Das Modell der Samwers wir hier genauer durchleuchtet.

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