Österreich: Agrar-Subventionen gehen an Konzerne aus dem politischen Umfeld

Die Agrar-Förderungen gehen in Österreich an große Internet-Betreiber, Privatstiftungen und kirchliche Einrichtungen. Über die Agrar-Töpfe wird offenbar sichergestellt, dass viele gesellschaftliche Gruppen loyal zur EU stehen. Der klassische Bauer bekommt vergleichsweise wenig.

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Von den Agrarsubventionen profitieren in Österreich Stiftungen, Konzerne und die Kirche. Rund 2,1 Milliarden Euro stehen dem Land für Agrar-Förderungen zur Verfügung. Die Mittel stammen von der EU, dem Bund und den Ländern. Die kleinen Bauern erhalten vergleichsweise wenig.

Die größten Bezieher der Förderungen sind vor allem Landwirtschaftskammern, Tourismus- und Vermarktungsgesellschaften, Lebensmittel- und Energiebetriebe, Stiftungen und kirchliche Einrichtungen.

Mit 1,14 Millionen Euro ging eine der größten Summen aus dem Agrartopf an die A1 Telekom Austria. Das ist deswegen rechtens, weil das Geld auch aus Breitbandförderung stammt. Damit wird der Internet-Ausbau auf dem Land unterstützt, der für die sonst Konzerne nicht profitabel ist.

Finanziert wird das aus dem Budget für die „Ländliche Entwicklung“. Diese Maßnahmen sollen den ländlichen Raum beleben und die Bürger vom Abwandern abhalten. Im vergangenen Jahr standen dafür eine Milliarde Euro zur Verfügung. Das ergab die Datenrecherche von des Beratungsunternehmens Watchdog, so Die Presse.

Am meisten kassierten das Ländliche Fortbildungsinstitut Oberösterreich (3,4 Millionen Euro), der Waldpflegeverein Tirol (3,16 Millionen Euro) und der GRM Genuss Regionen Marketing (3,15 Millionen Euro).

Auch Privatstiftungen wurden großzügig bedacht. Laut Watchdogs flossen 2013 etwa 3,1 Millionen Euro an Stiftungen. Kirchliche Einrichtungen erhielten rund 3,7 Millionen Euro. Die niedrigste Fördersumme bekam mit sieben Euro die Agrargemeinschaft Planalm.

 

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