Air Berlin und Flughafen einigen sich, Steuerzahler bleibt im Dunklen

Die Fluggesellschaft Air Berlin zieht eine 50 Millionen Euro schwere Schadenersatzklage gegen den Flughafen BER zurück. Der heutige Flughafen-Chef Mehdorn war zuvor Che der Air Berlin-Chef gewesen. Wieviel die außergerichtliche Einigung den Steuerzahler kostet, bleibt streng geheim.

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Air Berlin zieht die 50 Millionen Euro schwere Schadenersatzklage wegen der geplatzten Eröffnung des neuen Berliner Flughafens zurück. „Air Berlin und die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH haben sich in der Schadenersatzfrage wegen der Verschiebung der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg BER 2012 außergerichtlich geeinigt“, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Air Berlin habe die Klage gegen die Flughafen-Betreibergesellschaft vor dem Landgericht Potsdam zurückgenommen. Über Einzelheiten der Einigung sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden.

Die Aussichten der zweitgrößten deutschen Airline auf einen Erfolg vor Gericht waren ohnehin gering. Im Januar hatte ein Richter Zweifel daran geäußert, ob zwischen der Fluglinie und der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH (FBB) zum Zeitpunkt der Verschiebung ein Vertragsverhältnis bestanden habe.

Der neue Berliner Flughafen – unter dem Kürzel „BER“ bekannt – sollte im Juni 2012 eröffnet werden. Wegen technischer Probleme bei dem Milliarden-Bau wurde der Termin in letzter Minute gekippt. Wann der Airport im Süden der Stadt seine Pforten öffnet, ist weiterhin unklar. Air Berlin wollte an dem Flughafen ein Drehkreuz einrichten und verliert wegen der Verzögerung täglich Geld.

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