China: Stahlpreis fällt auf Rekordtief

Der Stahlpreis in China ist am Dienstag auf ein neues Rekordtief gefallen. Auslöser für den Preisverfall ist die anhaltende Krise der Baubranche. Dadurch sitzen chinesische Stahlkonzerne auf Überkapazitäten, die sie nicht auf dem Markt absetzen können.

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Die Abkühlung der chinesischen Baukonjunktur hat dort den Stahlpreis am Dienstag auf ein Rekordtief gedrückt. Der in Shanghai gehandelte Terminkontrakt fiel um bis zu 0,9 Prozent auf 3040 Yuan (486 Dollar) je Tonne. Die gleiche Menge Eisenerz kostete an der Börse Dalian mit 675 Yuan (108 Dollar) ebenfalls so wenig wie nie zuvor.

Der Anstieg der Hauspreise in China war offiziellen Angaben zufolge im April auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen. Gleichzeitig ließ die Dynamik bei Investitionen in neue Projekte nach. Grund hierfür sind unter anderem steigende Kreditkosten.

Aufgrund einer geplatzten Firmenanleihe schickte die chinesische Regierung erst im April ein großes Bau-Unternehmen in die Insolvenz (mehr hier). Die anhaltende Krise der Baubranche gefährdet zudem die großen Stahlpkonzerne in China, die auf immensen Überkapazitäten sitzen bleiben (hier).

Im Zuge der Kreditkrise in China geriet auch schon der weltweite Kupferpreis stark unter Druck und fiel auf ein Rekordtief. Kupfer wird in China häufig als Sicherheit für Kredite hinterlegt (hier).

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