Bank of England lässt Leitzins unverändert

Die britische Notenbank fährt den Kurs des billigen Geldes weiter, obwohl die Konjunktur in Großbritannien besser läuft als in der Euro-Zone.

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Die britische Notenbank hebt den Leitzins nicht an. Sie beließ den Schlüsselzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Zudem wird das seit längerem ruhende Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund nicht ausgeweitet. Zentralbankchef Mark Carney will erst eine Zinserhöhung ins Auge fassen, wenn sich die Wirtschaft von den Folgen der Finanzkrise endgültig erholt hat. An den Märkten wird für das nächste Frühjahr mit der Zinswende gerechnet.

In der Euro-Zone stehen die Zeichen hingegen offenbar auf Zinssenkung: Beobachter erwarteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Schlüsselzins von 0,25 Prozent mit ihrem für 13.45 Uhr (MESZ) erwarteten Beschluss näher an die Nulllinie heranführen wird.

Die BoE hält den Leitzins bereits seit mehr als fünf Jahren auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,5 Prozent. Die britische Wirtschaft war im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent gewachsen und damit so kräftig wie seit gut sechs Jahren nicht mehr. Doch der Immobilienmarkt läuft allmählich heiß. Im Mai verteuerten sich die Häuserpreise zum Vormonat überraschend deutlich um 3,9 Prozent, wie der Hypothekenfinanzierer Halifax mitteilte. Notenbankchef Carney sieht solche Entwicklungen mit Argwohn: Ein überhitzender Immobilien-Markt ist nach seiner Ansicht das größte Risiko für die Konjunktur.

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