IWF warnt Großbritannien vor Immobilienblase

Der Internationale Währungsfonds warnt Großbritannien vor einer drohenden Immobilienblase. Viele Hauskäufer würden sich über ihre Verhältnisse verschulden, um eine Immobilie zu finanzieren. Die Häuserpreise in Großbritannien sind seit dem letzten Jahr um mehr als 11 Prozent gestiegen.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer Immobilienblase in Großbritannien. Bislang gebe es zwar nur wenige Anzeichen für eine kreditgetriebene Blase, doch könne sich das sehr rasch ändern, hieß es in dem am Freitag veröffentlichen Jahresbericht. Viele Immobilienkäufer würden sich zu stark verschulden. Die Kreditgeber müssten vorsichtiger werden.

Die Häuserpreise in Großbritannien sind 2013 um mehr als elf Prozent gestiegen. Im vergangenen Monat gab es sogar den größten Preissprung seit 2002. Allerdings konzentrieren sich die Steigerungen vor allem auf den Großraum London.

Die Wohnungspreise in London lagen nach Berechnungen der britischen Bausparkasse Nationwide im April um 18 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Londoner Luxusstadtteil Kensington wurde kürzlich ein Apaprtment für 170 Millionen Euro verkauft, wie die FAZ berichtet. Das ist selbst für den überteuerten Immobilienmarkt von London ein neuer Rekordwert.

Die Bank of England (BoE), die seit Ausbruch der Krise 375 Milliarden Pfund in den Finanzmarkt gepumpt hat, holte sich kürzlich die Hilfe einer IWF-Expertin. Ihre Aufgabe: Sie soll die BoE darin beraten, wie sie aus dem Gelddrucken wieder aussteigen kann, ohne eine massive Inflation auszulösen (hier).

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