Merkel und Putin versöhnen sich in in der Normandie

Nach der EU-Wahl haben sich Russland und der Westen wieder versöhnt: Angela Merkel traf Wladimir Putin in der Normandie. Der neue Premier Poroschenko wird von beiden akzeptiert.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf die große Verantwortung seines Landes zur Lösung der Ukraine-Krise hingewiesen. Dies habe Merkel am Freitag bei ihrem Gespräch mit Putin in der französischen Normandie deutlich gemacht, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag in Berlin. Die Zeit nach der ukrainischen Präsidentschaftswahl müsse genutzt werden, um eine Stabilisierung in der Ostukraine zu erreichen.

Das Treffen in Deauville war die erste Begegnung der beiden Politiker seit Ausbruch der Ukraine-Krise. In den vergangenen Wochen hatten Merkel und Putin wiederholt wegen der Krise telefoniert.

Gleichzeitig nannten sowohl die Regierungssprecherin als auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes es ein positives Zeichen, dass der russische Botschafter an der Amtseinführung des gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew am Samstag teilnehmen wolle. Dies bedeute mehr als bloßer „Respekt“ für die Wahlen, sagte Außenamtssprecher Martin Schäfer. Putin hatte bisher nur Respekt für das Wahlergebnis bekundet, dieses aber nicht offiziell anerkannt.

Bereits vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zeichnete sich der Sieg des Oligarchen Poroschenko ab. Als internationaler Unternehmer war ein gangbarer Kandidat für den Westen, den IWF und auch für Russland (mehr hier). Denn Poroschenko hat sowohl Firmen in der EU als auch in Russland. Unter seiner Präsidentschaft dürfte die wirtschaftliche Aufteilung der Ukraine weiter vorangetrieben werden.


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