USA: Jeder zweite Kongress-Abgeordnete ist Millionär

Einer Analyse nach sind mehr als die Hälfte der Kongressmitglieder in den USA Millionäre. In der Geschichte der US ist dies das erste Mal der Fall. Einhundert Mitglieder des US-Kongresses haben einen Mindestwert von fünf Millionen Dollar.

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Im Jahr 2012 hatten 268 von 534 der Kongressmitglieder einen Nettowert von 1 Million Dollar oder mehr. Das durchschnittliche Nettovermögen eines US-Abgeordneten liegt bei 1.008.767 Dollar. So ist auch das Nettogehalt der 530 aktuellen Gesetzgeber, die für den Kongress tätig sind, von 966.000 Dollar auf 1.008.767 Dollar, gegenüber dem Vorjahr, angestiegen.

Mitglieder des Kongresses müssen ihre Gewinne, Aktienoptionen, Unternehmen, Häuser und Grundstücke anmelden. Anhand dieser Angaben konnte das Center for Responsive Politics, die Millionäre registrieren. Demnach ist der Demokrat Mark Warner der reichste Abgeordnete des Senats. Sein maximaler Nettowert wird auf fast 419 Millionen Dollar geschätzt. Der Republikaner, Scott Rigell, ist mit 62 Millionen an zweiter Stelle der vermögendsten Abgeordneten des US-Bundesstaates Virginia. Der Republikaner, Eric Cantor, steht mit 9,3 Millionen Dollar auf Platz drei, so NBC12. Allein das durchschnittliche Kongress-Gehalt von 174.000 Dollar im Jahr platziert den Abgeordneten unter die Top 6 Prozent der US-Bestverdiener.

Zum ersten Mal in der Geschichte sind die meisten Mitglieder des US-Kongresses Millionäre. Es gibt fast 200 Mitglieder des Kongresses die Multimillionäre sind, berichten die Market Daily News. Die Demokraten im Kongress haben einen Nettowert von 1.040.000 Dollar, während die Republikaner im Kongress fast 1 Million Dollar netto verdienen. In beiden Fällen sind die Zahlen zum Vorjahr angestiegen.

In den USA regieren die Reichen, jedoch schaffen sie es nicht mit dem Geld der Steuerzahler sparsam umzugehen. So sollen Millionen von Dollar für „Bürokosten“ und die Haarpflegebedürfnisse einiger Senatoren verschwendet werden, während wenig getan wird um diesen Missbrauch zu stoppen.

Kritiker fürchten dass die derzeitige Regierung in den USA das Volk nicht repräsentieren kann, wenn mehr als die Hälfte der politischen Entscheidungen von wenigen Wohlhabenden getroffen werden. Nur wenige der regierenden Politiker kommen aus ärmlichen Verhältnissen und wissen daher nicht, was es bedeutet in Armut zu leben oder bezahlbaren Wohnraum, Nahrungsmittel und Medikamente zu finden. Aber auch die europäischen Politiker stehen dem amerikanischen Abgeordneten in Sachen Gehalt und Steuerprivilegien in Nichts nach (mehr hier).

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