Gegen Uber-Regulierung: Fahrdienst Uber ist 18 Milliarden Dollar wert

Der Limousinen-Service Uber ist nach der jüngsten Finanzierungsrunde 18 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen will die klassische Taxi-Branche zu Fall bringen. Doch wie bei AirBnB machen die Platzhirsche mobil gegen den Eindringling. Die Investoren sind jedenfalls überzeugt, dass die überregulierte Taxi-Branche keine Zukunft hat.

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Der Limousinen-Dienst Uber ist nach Einschätzung von Profi- Investoren mehr als 18 Milliarden Dollar wert und damit eines der wertvollsten Start-up-Unternehmen aller Zeiten aus dem Silicon Valley. Bei einer Finanzierungsrunde sicherte sich Uber nach Angaben vom Freitag insgesamt 1,2 Milliarden Dollar, ohne jedoch die Namen der Investoren zu nennen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass unter anderem Fidelity Investments, Wellington Management, Blackrock und Google Ventures Geld in das Unternehmen gesteckt hätten. Dabei legten sie einen Firmenwert von 17 Milliarden Dollar zugrunde, so dass die Bewertung nun einschließlich der neuen Geldspritze 18,2 Milliarden Dollar beträgt.

Uber vermittelt Mitfahrgelegenheiten per Smartphone, ohne selber einen Fuhrpark zu betreiben. Anfangs lockte Uber vor allem Geschäftsreisende mit Fahrten in Limousinen statt im Taxi. Investoren setzen darauf, dass Uber weltweit expandieren und in das Logistik-Geschäft einsteigen kann. Derzeit ist das Unternehmen in 128 Städten in 37 Ländern tätig.

Das Unternehmen ist hefig umstritten. In Berlin wurde das Unternehmen erst Ende April durch ein Gerichtsurteil verboten. In zahlreichen europäischen Städten wurde Uber-Fahrzeuge beschmiert und beschädigt.

Die FAZ erklärt das Konzept und sein Hauptproblem:

Die Fahrer brauchen keinen Taxischein. Privatleute können sich als Fahrer anbieten, sofern sie einen Führerschein und ein eigenes Auto haben und mindestens 21 Jahre alt sind. Das wollen die lizensierten Fahrer – nicht nur in Deutschland – sich nicht bieten lassen. In Deutschland erklärte etwa der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband, über das Smartphone-Programm werde eine „rechtswidrige gewerbliche Personenbeförderung“ organisiert. In Frankreich und Italien gingen die Mitglieder von Taxi-Gewerkschaften auf die Straßen, in Paris sollen sie die Fensterscheiben von Uber-Autos eingeworfen und die Reifen zerstochen haben.

Uber droht ein ähnliches Schicksal wie AirBnB: Auch der private Wohungstauschdienst hat Schwierigkeiten, weil sich die Platzhirschen auf den Schlips getreten fühlen. Die traditionell starke Hotel-Branche hat in verschiedenen Städten den Gesetzgeber dazu gebracht, die Aktivitäten von AirBnB zu behindern. In New York wurde das Unternehmen sogar gezwungen, die Daten seiner Kunden herauszugeben (mehr hier), die Schweizer Hoteliers wollen AirBnB verbieten lassen (hier).

Die Uber-Investoren haben sich von diesen Widerständen nicht beeindrucken lassen. Sie pumpen massiv Geld in Uber, weil sie davon ausgehen, dass sich dieses Geschäftsmodell gegenüber dem klassischen Taxigewerbe durchsetzen wird.

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