Spezialeinheit aus Niedersachsen hat brasilianische Militär-Polizei trainiert

Ein deutsches Sondereinsatzkommando hat mit brasilianischen Militärkräften das Schießen geübt. Für den Einsatz während der Fußballweltmeisterschaft stand auch Nahkampftechnik auf dem Programm. Die Truppe wird in Brasilien für zahlreiche Misshandlungen und Todesfälle verantwortlich gemacht.

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Drei Wochen lang hat das Bundeskriminalamt zehn Polizisten aus Brasilien zum Training nach Hannover eingeladen. Ziel war es, den Brasilianern beizubringen, was im Falle von Geiselnahmen zu tun ist, sowie Schießen und Nahkampf zu üben.

Eine niedersächsische Spezialeinheit hat jene Truppe ausgebildet, die von der brasilianischen Bevölkerung immer wieder für Misshandlungen und Todesfälle verantwortlich gemacht wird, erklärte der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko zu der im Oktober 2013 durchgeführten Ausbildungs-Maßnahme, die am Mittwoch Gegenstand der Fragestunde im Bundestag war.

Laut Regierung habe bei dem Training die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Vordergrund gestanden, Hunko hält dies für blanken Hohn. Mit der Ausbildungsmaßnahme fördern deutsche Polizeien das bereits jetzt hoch militarisierte Sicherheitskonzept für die Weltmeisterschaft in Brasilien. Das Geld wäre bei Schulen, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen besser aufgehoben, so der Oppositions-Politiker.

Die brasiliansiche Anti-Terror-Polizei BOPE, deren Logo ein Totenkopf mit zwei Revolvern ziert, wird weltweit von Menschenrechtsorganisationen wegen ihrer Brutalität kritisiert. Ein  aktueller Bericht von Amnesty International bezichtigt die Polizei einer Strategie der Angst“. Sie ist in der Vergangenheit mit äußerster Härte gegen brasilianische Demonstranten vorgegangen, die im ganzen Land gegen die bevorstehende WM, die finanzielle Verschwendung und die Ausbeutung der Bevölkerung protestieren. Mehr zu den Ausschreitungen lesen Sie hier. Wie die Banken und Politiker von der WM profitieren, dazu mehr hier.

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