Gefälschte Studien: Novartis-Mitarbeiter in Japan verhaftet

Ein früherer Mitarbeiter des Schweizer Pharmakonzerns Novartis soll Studien über das Herzmittel Diovan gefälscht haben. Jetzt wurde der Japaner wegen Datenmanipulation verhaftet. Zweifel an der Wirksamkeit des Medikaments werden lauter.

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Im Streit um die Wirksamkeit des Blutdrucksenkers Diovan wird in Japan ein früherer Novartis-Mitarbeiter angeklagt. Er soll Wissenschaftler über die Wirksamkeit des Medikaments belogen zu haben.

Die japanische Gesundheitsbehörde hatte wegen irreführender Werbung für das Herzmedikament Strafanzeige gegen den Pharmariesen Novartis gestellt, wie das Wall Street Journal berichtete.

Nach Bekanntwerden der Manipulation hatten japanische Universitäten Artikel über Diovan zurückgezogen. Der Blutdrucksenker soll das Risiko für Schlaganfälle und Herzversagen verringern und ist das erfolgreichste Medikament von Novartis. Durch das Auslaufen der Patente kämpft das Unternehmen aber mit Umsatzeinbußen.

Novartis-Pharmachef Epstein hatte sich öffentlich für mutmaßliche Manipulationen entschuldigt und den Behörden Zusammenarbeit zugesichert.

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