Hamburg verbietet Taxi-Konkurrenz Wundercar

Die Stadt Hamburg hat dem Startup Wundercar den weiteren Betrieb untersagt. Das Unternehmen stelle eine unerlaubte Konkurrenz zu den Taxi-Unternehmen dar, so die Behörden. Wundercar vermittelt per Smartphone-App Mitfahrgelgenheiten zwischen Privatpersonen.

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Die Stadt Hamburg hat dem Startup Wundercar untersagt, seinen Dienst in der Hansestadt weiter zu betreiben. Das Unternehmen verstoße gegen bestehende Gesetze und stelle eine unerlaubte Konkurrenz zu Taxi-Unternehmen dar.

Wundercar vermittelt über eine Smartphone-App Mitfahrgelegenheiten. Private Fahrer bieten den platz in ihrem PKW dabei an Interessierte an. Der Preis der Fahrt deckt nur die Betriebskosten für den Fahrer ab. Jedoch zahlen die Mitfahrer in der Regel ein bargeldloses Trinkgeld, von dem 20 Prozent Provision an Wundercar fließen. Jeder Gast zahlt dabei soviel er möchte.

Das Konzept von Wundercar wird von lokalen Taxi-Verbänden kritisiert. Diese machen mobil gegen die unliebsame Konkurrenz und fanden offenbar Gehör bei der Stadtverwaltung. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde untersagte den weiteren Betrieb von Wundercar und beruft sich dabei auf das Personenbeförderungsgesetz.

Demnach dürfen Personen nur dann entgeltlich oder geschäftsmäßig befördert werden, wenn eine staatliche Genehmigung vorliegt. Ausnahmen gelten nur bei Beförderungen mit PKWs, sofern das Beförderungsgeld die Betriebskosten der Fahrt nicht übersteigt.

„Eine solche Ausnahme hat die Behörde im vorliegenden Fall von ‚Wundercar‘ nicht erkannt“, so die „Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation“ in einer Stellungnahme. Die Verkehrsgewerbeaufsicht droht Wundercar ein „Zwangsgeld für jeden Fall der Zuwiderhandlung“ an. Dieses könnte im härtesten Fall bis zu eine Million Euro betragen, berichtet t3n.

Das Unternehmen wird den Betrieb seiner App scheinbar trotz des Verbots weiterführen, wie ein Sprecher über Twitter mitteilte. Dort sieht man sich auf der sicheren Seite des Gesetzes, da die Fahrten nur die Betriebskosten deckten und jegliche zusätzliche Bezahlung freiwillig sei, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet.

Ein ähnliches Geschäftskonzept weit das US-Unternehmen Uber auf. Der Firma aus dem Silicon Valley vermittelt ebenfalls Mitfahrgelegenheiten per Smartphone und will damit dem überregulierten Taxi-Geschäft Konkurrenz machen. Investoren konnte Uber scheinbar vom Erfolg des Konzepts überzeugen. Sie bewerteten das Unternehmen kürzlich mit 18 Milliarden Dollar (mehr hier).

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