Nato beruft Krisen-Sitzung zur Lage im Irak ein

Nach der Geiselnahme in einem türkischen Konsulat im Irak hat sich die Nato zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen. Die Militärs betonten, dass es sich nicht um ein Treffen nach den Regeln des Bündnisfall gehandelt habe. Dieser trete nur ein, wenn ein Land angegriffen werde.

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Die Nato hat einem Insider zufolge angesichts der Offensive radikaler Islamisten im Irak eine Dringlichkeitssitzung abgehalten. Die Türkei habe das Treffen beantragt, verlautete am Mittwoch aus Kreisen des Militärbündnisses. Die Regierung in Ankara habe die Verbündeten über die Entwicklung in der von Islamisten überrannten Stadt Mossul informiert sowie über die Geiselnahme von türkischen Staatsbürgern (mehr zu den Ereignissen im Irak – hier).

Bei dem Nato-Treffen habe sich ausdrücklich nicht um ein Treffen nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrags gehandelt, der eine Bedrohung der Sicherheit eines Bündnismitglieds regelt. Auch Vertreter des türkischen Außenministeriums sprachen von dem Treffen.

Das Außenministerium in Ankara hatte zuvor erklärt, dass sich inzwischen 80 türkische Staatsbürger in der Gewalt der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (Isil) befinden. Diese hat in einer Blitzoffensive Mossul unter ihre Kontrolle gebracht und weitere Gebiete erobert. Außenminister Ahmet Davutoglu drohte während eines US-Reise mit massiver Vergeltung, sollte seinen Landsleuten etwas zustoßen.

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