Schweizer Rückversicherer übernimmt das Rentengeschäft der HSBC

Swiss Re übernimmt das Pensionsgeschäft der britischen Großbank HSBC. Insgesamt werden 400.000 Verträge an den Rückversicherer übertragen. Die Schweizer übernehmen so auch das Risiko, dass die Versicherten länger leben als kalkuliert.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re übernimmt das Rentengeschäft der britischen Großbank HSBC. Die HSBC-Versicherungstochter HSBC Life überträgt 400.000 Einzel- und Gruppen-Pensionsverträge an die Swiss-Re-Gesellschaft Admin Re, wie die beiden Konzerne am Mittwoch mitteilten. In die Transaktion eingeschlossen sind Vermögenswerte, sogenannte Unit-Linked Assets, von rund 4,2 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro), die weiterhin von HSBC Global Asset Management verwaltet werden sollen. Weitere finanzielle Einzelheiten teilten die Konzerne nicht mit.

Admin Re ist eine Sparte des Schweizer Konzerns, die darauf spezialisiert ist, bestehende Versicherungsgeschäfte zu übernehmen und zu verwalten bis die entsprechenden Verträge ausgelaufen sind. Admin Re fließen die Prämien zu und die Gesellschaft übernimmt die mit solchen Versicherungen verbundenen Langlebigkeitsrisiken – also dass Risiko, dass die Versicherten älter werden als vom Versicherer kalkuliert. Admin Re hat bereits rund 50 solcher Vertragspakete übernommen. Die Schweizer setzen darauf, dass sie aufgrund des Mengeneffektes kostengünstiger arbeiten können.

Die britische Großbank will sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und so auch ihre Kosten senken. Die Transaktion, die noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden muss, soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Am Dienstag wurde bekannt, dass die Hannover Rück ebenfalls in den britischen Pensionsfonds einsteigt und so sein Geschäft mit britischen Rentenversicherungen ausbaut. Der Fonds verwaltet die Betriebsrente des Ölkonzerns Total (mehr hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick