Jetzt erst recht: Fifa-Chef Sepp Blatter will an der Macht bleiben

Trotz der immer lauter werdenden Korruptions-Vorwürfe will Fifa-Boss Sepp Blatter erneut Präsident des Welt-Fußballs werden. Der Schweizer geht davon aus, dass die in Kürze vorliegende interne Untersuchung der Fifa-Machenschaften für ihn kein Problem sein wird.

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Fifa-Präsident Sepp Blatter will für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Weltfußballverbandes kandidieren. „Meine Mission ist noch nicht beendet“, sagte der 78-Jährige am Mittwoch auf dem Fifa-Jahreskongress in Sao Paulo einen Tag vor Beginn der Fußball-WM. Der Schweizer hatte eigentlich erklärt, nach 16 Jahren an der Spitze der Organisation nicht noch einmal antreten zu wollen. Einen Amtsverzicht forderten in dieser Woche auch europäische Verbände. Blatter hat jedoch so viel Rückhalt unter den Delegierten, dass er seinen Wunsch durchsetzen kann. Eine weitere Amtszeit würde bis 2019 dauern.

Der Fifa wird immer wieder Korruption vorgeworfen. Besondere Kritik gibt es an der Entscheidung, die WM 2022 in Katar auszutragen. Blatter ging auf den Skandal am Mittwoch nicht direkt ein.

Fifa-Anwalt Michael Garcia, der seit fast zwei Jahren Korruptionsvorwürfe untersucht, erklärte, er werde bei seinen Ermittlungen nichts unversucht lassen. Garcia wird seinen Abschlussbericht in etwa sechs Wochen an den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert übermitteln, der die rechtsprechende Kammer der Fifa-Ethikkommission leitet. Sollte sich der Korruptionsverdacht gegen Katar bestätigen, könnte das Emirat die WM verlieren. Denkbar wäre auch eine neue Abstimmung.

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