Türkei verhängt Zensur, verbietet Berichte über Geisel-Drama

Ein Gericht in Ankara hat jede weitere Berichterstattung über die Geiselnahme im türkischen Generalkonsulat im irakischen Mossul verboten. Die Zensur sei verhängt worden, um die Sicherheit der Geiseln nicht zu gefährden, so die Urteilsbegründung. Fast 50 Geiseln sitzen in der Botschaft fest.

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Ein Gericht in Ankara hat jede weitere Berichterstattung über die Geiselnahme im türkischen Generalkonsulat im irakischen Mossul verboten. Die Zensur sei verhängt worden, um die Sicherheit der Geiseln nicht zu gefährden, zitierte der türkische Rundfunk aus der Urteilsbegründung. Bei der Erstürmung der zweitgrößten irakischen Stadt durch Islamisten waren in der vergangenen Woche fast 50 türkische Staatsbürger in der diplomatischen Vertretung als Geiseln genommen worden.

Unter den Festgehaltenen befinden sich Diplomaten, ihre Familienangehörigen sowie Mitglieder türkischer Spezialeinheiten, die zum Schutz des Gebäudes abgestellt waren. Die Geiselnahme hatte eine heftige innenpolitische Debatte in der Türkei ausgelöst, in deren Verlauf auch Kritik an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan laut wurde. Ihm wurde vorgeworfen, die Konsulatsmitarbeiter nicht rechtzeitig abgezogen zu haben.

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