Ukraine: Massive Explosion bei Erdgas-Pipeline nach Europa

In der Ukraine hat eine Explosion die für Europa wichtigste Erdgas-Pipeline beschädigt. Doch der russische Energiekonzern Gazprom gibt Entwarnung. Das Erdgas fließe nun durch eine Parallel-Leitung in die EU. Noch ist unbekannt, ob es sich bei der Explosion um Sabotage gehandelt haben könnte. Das ukrainische Innenministerium sagt, es gäbe Hinweise auf einen Terror-Anschlag.

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In der ukrainischen Region Poltawa ist es zu einer Großexplosion an einer Erdgas-Pipeline gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen kam es zu einer 230 Meter hohen Stichflamme. Die Regierung in Kiew hält einen Anschlag für möglich. Die Detonation erschütterte am Dienstag mitten in der Ukraine einen Abschnitt jener Leitung, durch die ein Großteil russischen Erdgases nach Europa fließt. Es gebe verschiedene Erklärungen für die Ursache, allen voran ein Terroranschlag, sagte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow. Auch das Energieministerium des Landes schloss dies nicht aus. Der Explosionsort in der zentralukrainischen Region Poltawa ist weit von den umkämpften Gebieten im Osten des Landes entfernt. Dort kämpfen prorussische Aufständische gegen die Zentralregierung in Kiew.

Im Streit über Gaspreise hatte Russland dem Nachbarland am Vortag den Gashahn zugedreht. Die Ukraine hat aber zugesichert, den für die Europäische Union bestimmten Rohstoff durchzuleiten. Aus dem russischen Konzern Gazprom verlautete, der Gasexport sei durch die Explosion nicht beeinträchtigt, weil auf eine Parallelleitung ausgewichen werden könne. Der ukrainischen Polizei zufolge kam bei der Detonation niemand ums Leben.

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