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„Wahnsinn und Verzweiflung“: Zentralbanken kaufen in großem Stil Aktien

Die Bestseller-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich warnen vor manipulierten Aktienmärkten und Zinsen. Die „größten Zocker“ an den Aktienmärkten sind die Notenbanken. Bei einem Aktien-Crash wird es auch bei jenen Notenbanken gewaltig krachen. Dann sind die Steuerzahler dran - mit unabsehbaren Folgen.

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Der systematische Betrug von etlichen Protagonisten der Finanzbranche ist erschreckend und scheint endlos zu sein. Nach und nach kommen immer wieder neue Betrugsvorwürfe ans Licht der Öffentlichkeit:

Liborzins – manipuliert!
Euribor – manipuliert!
Tibor – manipuliert!
Devisen – manipuliert!
Rohstoffmärkte – manipuliert!
Energiemärkte – manipuliert!
Aktienmärkte – ?

Was ist mit den Aktienmärkten? Die haben ein viel kleineres Volumen wie z.B. der Libor. Sollte es dann nicht möglich sein auch diese nach Lust und Laune nach oben oder unten zu bewegen? Für uns war dies schon lange so gut wie sicher.

In unserem neuen Buch sowie in diesem Interview mit DWN haben wir bereits auf die manipulierten Aktienmärkte hingewiesen. Es war doch allzu offensichtlich, dass es an Aktienmärkten dieser Welt nicht mehr mit rechten Dingen zugehen kann:

Seit Anfang 2009 kennen die Aktienmärkte weltweit lediglich einen Weg – den nach oben. Unabhängig von mikro- und makroökonomischen Daten erklimmen die Börsen völlig berauscht vom billigen Geld immer neue Höchststände. Der DAX hat die magische 10.000 Punktemarke überschritten und noch immer geht die Tendenz weiter nach oben. Die Euphorie ist weiterhin ungebremst und die Champagnerkorken knallen in rauen Mengen in Frankfurt, Zürich, London und New York und folglich werden exorbitante Bonis wieder den einen oder anderen erfreuen.

Seltsamerweise sieht die Realwirtschaft in zahlreichen Ländern nicht allzu rosig aus. Die Wirtschaft Frankreichs, Italiens, Portugals, Griechenlands, Spaniens … geht kontinuierlich weiter in die Knie, die Immobilienpreise in China beginnen zu sinken, und es sieht ganz danach aus, dass die gigantische Immobilienblase in China vor dem Platzen steht, und auch die US-Wirtschaft kommt nicht in die Gänge. Zum wiederholten Mal wurde die US-Wachstumsprognose gesenkt.

All dies hindert die Aktienmärkte aber nicht weiter zu steigen. Bereits seit vielen Monaten stellen wir uns die Frage, was das Geheimnis hinter diesem gigantischen Aktienboom ist. Wer oder was steckt dahinter und wie ist dieser gigantische Boom eigentlich zu erklären?

Auf der einen Seite war uns durchaus bewusst, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann, und dass die Niedrigzinsphase den Märkten hilft. In unserem aktuellen Buch „Der Crash ist die Lösung“ zeigen wir deutlich auf, wie die US-Amerikanische Notenbank FED „peu a peu“ die US-Märkte nach oben hievt. Zudem haben wir neben der FED einen weiteren Verdächtigen ausgemacht, was nun bestätigt wird.

Exklusiver Auszug aus dem Buch Seite 191/192:

„Ein weiteres, eher unbekanntes, aber kaum weniger wichtiges und überaus mächtiges Geburtstagskind ist der Exchange Stabilization Fund (ESF), der staatliche Börsenstabilisierungsfonds, aus dem US-Schatzamt. Dieser wurde 1934 gegründet und feiert 2014 sein achtzigjähriges Bestehen.

An ihn mussten die US-Bürger, aber auch die Fed, im Rahmen des verhängten Goldverbots im selben Jahr ihr Gold aushändigen. Die Hauptaufgabe des ESF liegt, immer mit Genehmigung durch den US-Präsidenten, in der Pflege des Dollars und der Sicherung der US-Interessen auf den Finanzmärkten. Er kann bei Gold, Devisen und anderen Kredit- und Wertpapierinstrumenten aktiv werden. Dazu sind allerlei Mittel im Portfolio hinterlegt und werden auch angewendet.

Wir sind fest davon überzeugt, dass der ESF neben der Fed seinen Teil zu den stetig steigenden Börsenkursen und den fallenden Edelmetallpreisen beiträgt. Darüber hinaus zeigt die Geschichte deutlich, dass diese Art von staatlichen, letztlich planwirtschaftlichen Ein- griffen langfristig destruktiv ist. Der Schaden wird am Ende höher sein als der Nutzen.“

Was aber nun veröffentlicht wurde, zeugt von Wahnsinn und Verzweiflung und verschlägt selbst uns und den hart gesottenen Marktteilnehmern die Sprache. Am 18. Juni erreichte uns ein Anruf eines Bekannten aus der Finanzmetropole London mit den Worten „Ihr glaubt nicht was ich hier vor mir liegen habe“. Am 19. Juni berichtete die Financial Times erstmals darüber. Markus Gärtner hat es in seinem Blog ebenfalls aufgenommen. Alle Dimensionen wurden mit dieser einen Nachricht gesprengt. Denn jetzt ist es amtlich, dass doch einiges seltsames an den Aktienmärkten vorgeht. Die Notenbanken sind nun zu Zockern geworden.

Das Forschungsinstitut OMFIF – Official Monetary and Financial Institutions Forum – (eine internationale Research- und Beratergruppe) belegt in der Studie „Global Public Investor“), über 400 öffentliche Institutionen in 162 Ländern welche am 16. Juni im Rathaus von London präsentiert wurde, dass die globalen Zentralbanken und andere öffentliche Institutionen bisher 29,1 Billionen US-Dollar in Aktien und Rohstoffe investiert haben.

Sie kommt zu dem Schluss: Dass die öffentlichen Institutionen aus Renditemangel zu großen Marktteilnehmen an den internationalen Börsen mutiert sind und dies „potentiell zu überhitzen Preisentwicklungen in Aktien beitragen könne“. Zusammen haben sie ein Anlagevermögen von sage und schreibe 40 Prozent der jährlichen Weltproduktion zusammengerafft und in Aktien investiert. Allein der Anteil der Notenbanken beträgt 13,2 Billionen Dollar. Hierzu sind im Vergleich die bisher durchgeführten Maßnahmen wie beispielsweise Quantitive easing 1,2 und auch 3 der FED schlicht und einfach „peanuts“.

Insbesondere die chinesische Notenbank ist laut der Financial Times mit 3,9 Billionen US-Dollar der größte Aktieninvestor überhaupt. Vornehmlich europäische Aktien sind bei den Chinesen äußerst gefragt.

Da auf Grund der niedrigen Zinsen zweifellos nichts mehr zu verdienen ist, haben sich die Notenbanken aus dem Anlagenotstand nun offenbar auf Investments in Aktien fokussiert. Damit wandert noch mehr Geld in die Märkte und lässt diese weiter anschwellen. So hat die Schweizer Nationalbank neben ihren 400 Milliarden Euros nun auch 15 % in Aktien investiert.

Im Falle eines Crashs an den Aktienmärkten wird es dann auch bei den Notenbanken ordentlich krachen und es stellt sich die Frage, wie die Notenbanken dann wieder aus diesem Schlamassel herauskommen. insbesondere wer dafür geradesteht und den Schaden bezahlt? Die EZB hat beispielsweise ein limitiertes Stammkapital von gerade einmal 8 Milliarden Euro. Von den möglichen Folgen einer Pleite einer Notenbank möchten wir gar nicht sprechen. Aus diesem Grund werden die Notenbanken alles Erdenkliche und Verzweifelte tun um einen Aktiencrash zu verhindern.

Noch nie war mehr Geld im System wie aktuell, nie wurden größere und verzweifeltere Aktionen durchgeführt um ein nachweislich gescheitertes System auf Kosten der Menschen künstlich am Leben zu erhalten. Der finale Kollaps wird die große Depression und den schwarzen Freitag aussehen lassen wie ein Sonntagsspaziergang an einem lieblichen Frühlingstag.

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Das neue Buch der „Der Crash ist die Lösung“-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich.

Das neue Buch der „Der Crash ist die Lösung“-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Ökonomen, Querdenker, gefragte Redner, Honorarberater und Bestsellerautoren. Die beiden haben zusammen das Buch „Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ geschrieben, das im Mai 2012 erschienen ist.

Das Buch ist seit fast 2 Jahren in allen wichtigen Bestsellerlisten vertreten und erschien am 15. April als aktualisiertes und überarbeitetes Taschenbuch. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch im deutschsprachigen Raum 2012 & 2013.

Ihr neues Buch „Der Crash ist die Lösung“ hat es auf Anhieb in die Top 10 der Spiegel Bestsellerliste geschafft.

 

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Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Der bayrische Ministerpräsident hält die Sicherheitslage nach den Anschlägen in Bayern für ernst un bedrohlich. Er rief die Bürger zur Wachsamkeit auf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dagegen, dass von den Flüchtlingen keine besonders hohe Gefahr ausgehe.
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als «ernst und bedrohlich» beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern im Münchner Merkur zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. «Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.»

Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. «Die Aufstockung wird signifikant sein», sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass «alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird».

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach erneut vor einer Vorverurteilung muslimischer Flüchtlinge gewarnt. «Wir wissen, dass Flüchtlinge weder Heilige noch Sünder sind», sagte der Minister am Montagabend im ZDF. Man könne aber nicht sagen, dass von ihnen eine besondere hohe Gefahr ausgehe. Er empfehle den Bürgern deshalb, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten. Es gebe zwar Verunsicherung bei den Deutschen. Aber: «Ich kann nicht erkennen, dass unsere deutsche Bevölkerung voller Angst ist», sagte der CDU-Politiker.

Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.
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Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. Nun verbinden sie auch noch die Attentäter von Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. (Foto: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montagabend gesagt, dass die Organisation des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch unternehmen könnte, berichtet Haberler. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew ist ein Kreml-naher und gleichzeitig Erdogan-naher Politiker, der bei der Aussöhnung zwischen Putin und Erdogan die Schlüsselrolle gespielt hat.

In Kirgisien gab es im Zuge der „Farbrevolutionen“ einen Umsturzversuch der Regierung. Wie bei allen anderen „Farbrevolutionen“, erhielten die Anhänger der „Tulpen-Revolution“ in Kirgisien Unterstützung aus den USA. Als Geldgeber fungierten US-Stiftungen und der US-Milliardär George Soros. Der Spiegel hatte bereits im Jahr 2005 von einer regelrechten weltweiten „Revolutions-GmbH“ berichtet.

Der pensionierte US-Oberst Robert Helvey und Mitarbeiter der Defense Intelligence Agency (DIA) und weitere ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter agieren als „Trainer“ von Demonstranten und Aktivisten, berichtet George N. Katsiaficas in seinem Buch „Asia’s Unknown Uprisings“.

Stratfor berichtete im Jahr 2010, dass die versuchte Revolution in Kirgisien ganz offen von westlichen Nichtregierungsorganisationen organisiert und unterstützt wurde, um die pro-russischen Eliten abzusetzen. Doch die sind aktuell erneut an der Macht und auch die Ambitionen der USA und der Nato, die Regierung in Bischkek zu stürzen und sie durch pro-westliche Eliten zu, dauern an.

Kirgisien hat Grenzen mit Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Es gibt einen direkten Weg von Kirgisien in die chinesische Region Sincan (Xinjang), wo die uigurische Minderheit lebt. Dort ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und Sicherheitskräften gekommen. Sincan wurde im Jahr 1948 von China besetzt. Es ist neben Tibet eines der größten Unruheregionen.

Von Kirgisien aus, würden sich in ganz Zentralasien humanitäre oder militärische Operationen durchführen lassen. In dem Land befindet sich ein aktiver russischer Luftwaffenstützpunkt und ein offiziell inaktiver US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, der beim Afghanistan-Einsatz genutzt wurde.

Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Die syrische Armee hat mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wichtige Gebäude in der Stadt Aleppo von den Islamisten befreit. Die internationalen und islamistischen Söldner, die sich als syrische „Opposition“ ausgeben, fordern ein Ende der Luftschläge.
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Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. Doch nun wird ein Stopp der Luftangriffe gefordert. (Foto: dpa)

Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. (Foto: dpa)

Die syrische Armee (SAA) hat am Montag mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Kontrolle über zwölf wichtige Gebäude im Al-Layramoun-Viertel der Stadt Aleppo errungen, berichtet Al-Masdar News. Im Einsatz war die 4. Mechanisierte Division der SAA. Die Gebäude standen zuvor unter der Kontrolle von islamistischen Söldner. Der Vorstoß ist deshalb so wichtig, weil die SAA kurz davor steht, das Industrieviertel von Al-Layramoun einzunehmen.

Russland hat Syrien mit mehreren Pionierpanzern des Typs IMR-2M versorgt, die die T-90-Panzer unterstützen sollen, berichtet South Front. Der IMR-2M eignet sich dazu, Hindernisse, wie beispielsweise große Gebäudeteile oder Felsbrocken, auf einem Schlachtfeld zu beseitigen, um das Vordringen der T-90-Panzer zu ermöglichen.

Die syrische „Opposition“, einschließlich der islamistischen Söldner-Truppen, fordern den Stopp der Luftangriffe auf Ziele der Terror-Miliz ISIS, da bei den Luftangriffen zahlreiche Zivilisten ums Leben kommen würden. Derartige Vorfälle trieben den Terroristen neue Anhänger in die Arme, erklärte der Präsident der Syrischen National-Koalition, Anas al-Abdah, in einem am späten Mittwochabend verbreiteten Brief an die Staaten der Anti-IS-Koalition.

Tatsächlich sind in den vergangenen Tagen offenbar zahlreiche Zivilisten bei Luftangriffen der Amerikaner und der Franzosen getötet worden. 

US-Präsident Obama und Russlands Präsident Putin kooperieren in Syrien. Die zahlreichen internationalen und islamistischen Söldner kämpfen dagegen auf eigene Rechnung, weil sie von verschiedenen Staaten, vor allem aus der Golf-Region, finanziert werden.

Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Donald Trump hat Hillary Clinton erstmals bei einer Umfrage überholt. Interessant: Die Umfrage wurde von CNN durchgeführt, einem eher dem Lager der Demokraten zuzurechnenden TV-Sender.
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Donald Trump. (Foto: dpa)

Donald Trump. (Foto: dpa)

Nach dem Nominierungs-Parteitag der Republikaner hat deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht. Trump lag in einer Befragung für CNN vom Montag bei 48 Prozent Wählerzustimmung, die demokratische Anwärterin Hillary Clinton bei 45 Prozent. Damit legte Trump sechs Prozentpunkte hinzu.

Clinton soll am Dienstag beim Parteitag der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Am Donnerstag wird die frühere Außenministerin ihre erste Rede als offizielle Präsidentschaftskandidatin halten. Kurz vor dem Parteitag hatte sie den Senator Tim Kaine als ihren Vizepräsidenschaftskandidaten benannt.

Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Sparkassen, Volks- und Raffeisenbanken und kleine unabhängige Banken werden demnächst einem strengeren Stresstest unterzogen als die internationalen Großbanken: Sie müssen ein Niedrigzins-Szenario bestehen - was den großen Banken erspart bleibt, allerdings für alle Banken gleichermaßen problematisch ist.
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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Nach dem umfassenden Stresstest für Großbanken in Europa müssen sich auch kleinere deutsche Institute auf einen abgespeckten Belastungstest einstellen. Die Bundesbank will zusammen mit der Finanzaufsicht BaFin eine Niedrigzinsumfrage aus dem Jahr 2015 neu auflegen, erklärte die Bundesbank am Montag. „Wir wollen damit die Widerstandskraft der Banken und Sparkassen im Niedrigzinsumfeld überprüfen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der Deutschen Presse-Agentur. Die Umfrage zielt vor allem auf die rund 1500 Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie kleinere Privatbanken in Deutschland.

Die Ergebnisse des Stresstests für Großbanken will die Regulierungsbehörde EBA am Freitagabend veröffentlichen. Ein Niedrigzins-Szenario ist dabei jedoch nicht enthalten, was bei vielen Bankern und Experten auf Unverständnis stößt. Die Leitzinsen im Euro-Raum liegen auf einem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen bezahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen fällt es vielen Geldhäusern zunehmend schwer, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Bei ihrem nächsten Belastungstest wollen Bundesbank und BaFin von den Geschäftszahlen der Institute für 2016 ausgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im zweiten Halbjahr 2017 veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Bankenwächter zu dem Schluss gekommen, dass die allermeisten kleinen und mittelgroßen Banken in Deutschland trotz massiver Gewinneinbußen in den nächsten Jahren die niedrigen Zinsen verkraften können. Bei der Prüfung, deren Ergebnisse im vergangenen September veröffentlicht wurden, waren die Institute bis 2019 im Schnitt von einem Gewinnrückgang um 25 Prozent vor Steuern ausgegangen.

BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
Das BKA meldet einen signifikanten Anstieg von Personen unter Terrorverdacht, die sich unter die Flüchtlinge gemischt haben. Darunter sollen sich auch „islamistisch motivierte Kriegsverbrecher“ befinden.
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Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen und gegen die ermittelt wird, ist laut einem Zeitungsbericht zuletzt angestiegen. Derzeit liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder 410 Hinweise auf mögliche Extremisten unter den Flüchtlingen vor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtete.

Auch der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Mitte Mai hatte es demnach noch 369 Hinweise gegeben. In 60 Fällen leiteten die Behörden demnach Ermittlungsverfahren ein. Auch dies sei eine Zunahme; vor zweieinhalb Monaten seien es noch 40 Verfahren gewesen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne, auch nicht auf den Bahnverkehr, vor“, hieß es laut „NOZ“ aus dem BKA. Auch die jüngsten Attentate hätten nicht zu einer anderen Einschätzung der Gefährdung geführt.

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitierte die NOZ weiter aus einem BKA-Schreiben. Die Attentate von Paris hätten gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen.

Auch die Zahl der islamistischen Extremisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien machten, um dort auf der Seite des IS im Bürgerkrieg zu kämpfen, wuchs laut dem Bericht zuletzt weiter. Nach derzeitigem Stand seien laut BKA etwa 840 Unterstützer nach Syrien gereist – im Mai seien es erst 800 gewesen. Gut ein Drittel ist wieder zurück in Deutschland, etwa 70 waren nach Erkenntnissen der Ermittler in Ausbildungslagern oder nahmen an Kampfhandlungen teil.

Am Sonntagabend hatte sich im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Wenige Tage zuvor hatte bei Würzburg ein 17-jähriger Flüchtling aus vermutlich islamistischen Motiven Reisende mit Axt und Messer angegriffen. In einem Regionalzug und später auf der Flucht verletzte er fünf Menschen schwer. Polizisten erschossen den Jugendlichen.

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