150 Millionen Euro Mehrkosten: Deutschland erlebt Frühverrentungs-Welle

Mit rund 12.000 Anträgen ist die Nachfrage nach der abschlagsfreien Rente mit 63 schon vor dem Start größer als erwartet. Ab Juli kann jeder mit 45 Beitragsjahren in Ruhestand gehen. Wirtschaftsverbände fürchten einen neuen Fachkräftemangel.

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Für die abschlagsfreie Rente ab 63 liegen bereits mehr als 12.000 Anträge bei den Renten-Versicherern vor. Die Regelung von Arbeitsministerin Nahles (SPD) gilt für Personen, die zwischen 1951 und 1963 geboren wurden. Sie können ohne Abschlags-Kürzungen nach 45 Beitragsjahren in Rente gehen.

Die bereits jetzt große Nachfrage nach der Frührente wird von den Wirtschaftsvertretern mit Sorge beobachtet. Der Präsident der deutschen Industrie-und Handelskammer IHK zeigte sich im Interview mit der Bild-Zeitung besorgt darüber, dass viele Beschäftigte jetzt prüfen, ob sie früher aus den Betrieben ausscheiden könnten. Er befürchtet einen Fachkräftemangel durch eine Welle von Früh-Verrentungen.

Die Bundesregierung geht im ersten Jahr von rund 150.000 Frührentnern aus. Schätzungen zufolge wird das neue Rentenpaket bis zu 150 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr verursachen. Berechnungen der Opposition gehen sogar von Gesamtkosten bis zu einer Milliarde Euro aus (mehr hier).

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