Banken bringen ihr Geld trotz Negativ-Zinsen bei der EZB in Sicherheit

Die EZB scheint mit ihren Maßnahmen keinen Erfolg zu haben: Trotz eines Strafzinses legen offenbar zahlreiche Banken ihr Geld weiter bei der EZB an. Das bedeutet, dass die Banken einander nicht trauen. Vor einer Weiterleitung der Kredite an die Realwirtschaft kann erst recht keine Rede sein.

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Trotz des Strafzinses von 0,10 Prozent nutzen viele Banken die Einlagefazilität der EZB.

Per Sonntagabend stieg das Volumen weiter auf über 26 Milliarden Euro an. Händler vermuteten, dass einige Institute aus regulatorischen oder buchhalterischen Gründen ihr Geld bei der Notenbank horteten. Nach Aussage eines Händlers sind es vor allem Banken, die noch am Tropf der EZB hängen. „Das kann sein, muss aber nicht“, fügte ein anderer hinzu. Möglicherweise handele es sich um Banken, die Kredite vergeben hätten. Und das liege ja durchaus im Sinne der EZB.

Die Überschussliquidität – also das Geld, das die Banken nicht zur Erfüllung der Mindestreserve benötigen – lag bei 133 Milliarden Euro. Die Tagesgeldsätze notierten laut Händlern in einer Spanne von minus 0,02 bis plus 0,02 Prozent. Der Eonia sei per Freitag mit 0,025 Prozent über dem an
Fronleichnam erreichten Rekordtief von 0,010 Prozent festgestellt worden. Angesichts des Monats-, Quartals- und Halbjahres-Ultimo in einer Woche dürften die Sätze im Wochenverlauf eher etwas anziehen, fügte ein Händler hinzu.

 

 

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