Historisch: China und Taiwan sprechen wieder miteinander

Erstmals seit 65 Jahren besucht ein ranghoher chinesischer Staatsmann die Inselprovinz Taiwan. Es soll eine Annäherung zwischen beiden Länder stattfinden. Doch die taiwanesische Bevölkerung protestiert. Sie fürchtet einen Anschluss an China.

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Erstmals seit 65 Jahren hat ein hochrangiger Vertreter der Chinesischen Volksrepublik Taiwan besucht. Das Treffen zwischen beiden Seiten fand am Mittwoch in Taipeh statt.

Zhang Zhijun vertrat China und Wang Yu-chi Taiwan. Zhijun ist Direktor des Büros für Taiwan-Angelegenheiten des chinesischen Staatsrates. Yu-chi ist Mitglied im Rat der Taiwanesen für Festland-Angelegenheiten (MAC).

Doch das Treffen wurde von Demonstrationen begleitet. In Taiwan gibt es zahlreiche Gegner der Annäherungs-Politik zwischen Peking und Taipeh. Sie befürchten, dass China über den Abschluss von Handelsabkommen, seine Hegemonie über der Inselprovinz ausbreiten könnte und fürchten einen Anschluss, meldet The Diplomat.

Im März wollte sich Taiwan für Direktinvestitionen aus China öffnen. Zudem sollte ein Handelsabkommen im Dienstleistungs-Sektor geschlossen werden. Doch Studenten aus Taipeh organisierten Massenproteste und besetzten das Parlament über insgesamt drei Wochen (mehr hier). Die Regierung musste einknicken und die geplanten Abkommen wurden verschoben.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Inselprovinz, die sich nach dem Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1949 abgespalten hat. Im Rahmen der Ein-China-Politik seien das chinesische Festland und die Insel Taiwan zwei unzertrennbare Teile.

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