Nervöse Anleger: Börsen weltweit unter Druck

Die Angst vor einer Eskalation des Irak-Konflikts sowie der Einbruch der Börse in Dubai haben die Anleger weltweit verunsichert. Der Dow-Jones fiel um 100 Punkte, der DAX gab um 0,4 Prozent nach. Die Situation ist ähnlich angespannt wie vor dem Börsen-Crash 2008.

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DAX-Chart der vergangenen fünf Tage. (Grafik: ariva.de)

DAX-Chart der vergangenen fünf Tage. (Grafik: ariva.de)

Die anhaltende Gewalt im Irak hat die Dax-Anleger am Mittwoch verunsichert. Investoren fürchteten, dass die Krise eskalieren könnte, sollte die USA in den Konflikt intervenieren. Der Dow Jones verlor 100 Punkte, der deutsche Leitindex gab 0,4 Prozent auf 9900 Zähler nach, der EuroStoxx50 verlor 0,3 Prozent. Auch der Nikkei-Index in Japan verlor 0,7 Prozentpunkte, ähnliche Zahlen gibt es aus Frankreich und Großbritannien.

Das Platzen einer Immobilien-Blase hatte am Dienstag die Börse in Dubai fast zweistellig einbrechen lassen, eine ähnliche Situation war schon 2008 Vorbote eines globalen Börsen-Crashs. Als Reaktion gingen panische Verkaufswellen arabischen Märkte, ausgelöst durch so genannte Margin-Calls.

Nach dem überraschenden Vormarsch der sunnitischen Extremistengruppe Isis hatte US-Präsident Barack Obama zur Unterstützung der irakischen Armee die Entsendung von bis zu 300 Militärbeobachtern angekündigt. Den Einsatz eigener Kampftruppen schloss er bislang aus. Die Isis-Kämpfer kontrollieren inzwischen große Gebiete beiderseits der syrisch-irakischen Grenze und wollen die eroberten Gebiete über die Grenze hinweg zu einem islamischen Staat verschmelzen.

Statt Aktien griffen Anleger am Mittwoch lieber bei den in unsicheren Zeiten gefragten Bundesanleihen zu. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel in der Spitze auf 1,304 Prozent zurück, den niedrigsten Stand seit Anfang Juni.


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