Deutsche Wirtschaft lehnt Sanktionen gegen Russland ab

Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft sieht keine Rechtfertigung für verschärfte Sanktionen gegen Russland. Man sehe Signale der Entspannung in der Ostukraine. Allerdings will sich die Wirtschaft an die Vorgaben aus der Politik halten.

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Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft hat sich dagegen ausgesprochen, dass der EU-Gipfel am Freitag Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschließt. „Unverändert glauben wir, dass Wirtschaftssanktionen nur die Ultima Ratio sein können und die Krise politisch-diplomatisch gelöst werden muss“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Ostausschusses, Eckhard Cordes, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Wirtschaft werde natürlich politische Entscheidungen beachten und umsetzen. „Aber aus unserer Sicht rechtfertigt die gegenwärtige Entwicklung nicht die Verhängung neuer Sanktionen“, betonte Cordes. Schließlich gebe es Hinweise auf eine Deeskalation in der Ostukraine, auch wenn diese noch nicht nachhaltig sei.

Auf dem EU-Gipfel soll am Freitag über die Verhängung weiterer Sanktionen gegen Russland entschieden werden. Der russischen Führung wird unter anderem vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die Bewaffnung prorussischer Separatisten in der Ostukraine vorzugehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte neue Sanktionen von der Entwicklung der kommenden Stunden abhängig. Ähnlich hatte sich US-Außenminister John Kerry mit Blick auf neue amerikanische Maßnahmen gegen Russland geäußert.

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