EU-Gipfel: Cameron kämpft weiter gegen Juncker

Der britische Premierminister Cameron will seinen Widerstand gegen die Ernennung Jean Claude Junckers als EU-Kommissions-Chef nicht aufgeben. Für ihn repräsentiert Juncker die Brüsseler Eliten, die die Nationen bevormunden. Mit dieser Meinung ist er in der EU weitgehend isoliert.

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Der britische Premierminister David Cameron will seine Position bezüglich der Ernennung des EU-Kommissionschefs nicht ändern. Er bleibt hart. Der Luxemburger Jean Claude Juncker sei die falsche Person für das Amt.

Doch er steht mit seiner Ansicht weitgehend alleine da. Das ist ihm auch bewusst. „Ich weiß, dass die Chancen für mich schlecht stehen. Doch das heißt nicht, dass ich meine Meinung ändern werde“, zitiert ihn La Repubblica. Lediglich Ungarns Premierminister Viktor Orbán unterstützt Camerons Kurs. Juncker habe nirgendwo kandidiert und sei nicht vom Volk gewählt worden lautet die Überzeugung beider Staatsmänner (mehr hier).

Für Cameron und Orbán repräsentiert Juncker die alteingesessene Brüsseler Eliten, die den Nationalstaaten ihre Kompetenzen entziehen wollen. Er stehe für die EU-Institutionen ein und ist ein Verfechter der gemeinsamen Entscheidungsfindung auf EU-Ebene, berichtet die Financial Times.

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