Monte dei Paschi: Ausverkauf zur Schuldentilgung

Die älteste Bank der hat bei einer Kapitalerhöhung 4,99 Milliarden Euro eingenommen. Die Monte dei Paschi di Siena braucht das Geld, um ihre Schulden beim italienischen Staat zu begleichen. Die Aktion gelang, weil sich die MPS weit unter Wert verkaufen musste.

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Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena hat mit ihrer Kapitalerhöhung 4,99 Milliarden Euro eingenommen. Bei der Emission seien 99,85 Prozent der ausgegeben Aktien gezeichnet worden, teilte das Geldhaus am Freitagabend mit. Die nicht gezeichneten Anteilsscheine sollten von 1. bis zum 7. Juli am Markt zum Kauf angeboten werden. Monte Paschi wollte fünf Milliarden Euro mit der Kapitalerhöhung erlösen. Mit dem Geld will die älteste Bank der Welt Staatshilfen zurückzahlen und Kapitallöcher stopfen. Um Käufer für die neuen Papiere zu finden, musste die Bank eine hohen Abschlag bieten.

Die Bank hatte vergangenes Jahr wegen fauler Kredite und fehlgeschlagener Derivategeschäfte 4,1 Milliarden Euro an Staatshilfe benötigt. Dieses Geld muss sie nun teilweise zurückzahlen, um einer Verstaatlichung zu entgehen. Doch vor kurzem hatte die Bank gewarnt, die fünf Milliarden Euro aus der Kapitalerhöhung könnten möglicherweise nicht ausreichen. Der EZB-Stresstest drohe noch weitere Lücken offenzulegen, hieß es in einem mehr als 500 Seiten starken Werbekatalog für die Kapitalerhöhung

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