Islamisten rufen in Irak und Syrien „Kalifat“ aus

Die islamischen Kämpfer in Syrien und im Irak haben einen Gottesstaat ausgerufen und sich selbst an die Spitze dieses Staats gesetzt. In Syrien soll es zu Gräueltaten gekommen sein. Acht Männer sollen gekreuzigt worden sein. In der Stadt Al-Bab nahe der türkischen Grenz soll ein Mann eine Kreuzigung überlebt haben.

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Die im Irak und Syrien aktive Islamistengruppe Isis hat sich Experten zufolge zu einem sogenannten Kalifat erklärt. Ihr Anführer Abu Bakr al-Baghdadi führt nach Darstellung der Extremisten den islamischen Staat, wie der auf Islamismus spezialisierte Beobachtungsdienst Site Intelligence am Sonntag mitteilte. Die Gruppe ist neben Syrien auch im Norden und Westen des Iraks aktiv und will die Regierung in Bagdad stürzen. In den vergangenen Wochen konnte sie weite Teile des Landes erobern, darunter die Großstadt Mossul.

In der Erklärung, die Site auf Englisch bringt, heißt es, dass die Kämpfer in Gottes Auftrag handeln und einen Gottesstaat im Sinne des Islam errichten.

Unterdessen soll es auf Seiten der Rebellen zu Greueltaten gekommen sein: Kämpfer der extremistischen Sunniten-Miliz Isis sollen in Syrien nach Informationen einer Beobachtergruppe acht Anhänger von gemäßigten Rebellengruppen gekreuzigt haben. Die Männer seien am Samstag auf einem Platz in der Stadt Deir Hafer in der Provinz Aleppo ans Kreuz geschlagen worden, berichtete die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Sie sollten dort drei Tage lang hängen bleiben. Den Männern sei vorgeworfen worden, Kämpfer von Oppositionsgruppen zu sein, die vom Westen unterstützt werden.

Zerohedge bringt Fotos von den Kreuzigungen.

Auch in der Stadt Al-Bab an der türkischen Grenze sei ein Mann wegen Falschaussage gekreuzigt worden, berichtete die Gruppe weiter. Das Opfer habe die achtstündige Quälerei jedoch überlebt. Seit Januar seien bei Kämpfen rivalisierender Gegner von Präsident Baschar al-Assad 7000 Menschen getötet worden. Isis kontrolliert große Gebiete beiderseits der syrisch-irakischen Grenze. Die Gruppe kämpft für die Errichtung eines streng islamischen Staats.

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