Nach Bank-Run: Bulgarien löst das Parlament auf

Wegen der schwere Finanzkrise in Bulgarien hat Präsident Plewneliew die Auflösung des Parlaments angekündigt. Nun müsse das Finanzsystem stabilisiert werden. Die Bürger bräuchten nicht um ihre Ersparnisse zu fürchten.

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Vor dem Hintergrund der Finanz- und Regierungskrise in Bulgarien hat Präsident Rossen Plewneliew die Auflösung des Parlamentes angekündigt. Er werde am 06. August eine Übergangsregierung einsetzen, die bis zur vorgezogenen Parlamentswahl am 05. Oktober das Land führen solle, sagte der Politiker am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Die Behörden und Parteien unterstützen demnach die die Bemühungen, das Finanzsystem zu stabilisieren. Bürger müssten nicht um ihre Ersparnisse fürchten. „Die Banken werden ihren Betrieb normal weiterführen“, sagte das Staatsoberhaupt.

Die Behörden des ärmsten EU-Staates ermitteln nach eigenen Angaben wegen eines Angriffes auf die Bankenbranche. Kriminelle wollten demnach mit Falschinformationen die Bürger dazu bewegen, ihr Geld abzuheben. Tatsächlich kam es bei der First Investment Bank und der Corporate Commercial Bank (Corpbank) zu einem Kundenansturm. Die Zentralbank übernahm daraufhin die Kontrolle über die Corpbank.

Mehr zum Bank-Run auf die Corpbank – hier.
Über die Verstaatlichung der Bank – hier.
Zum zweiten Bank-Run und der Suche nach den Schuldigen – hier.


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