Berliner Groß-Flughafen wird wieder eine Milliarde teurer

Der Berliner Großflughafen verteuert sich um 1,1 Milliarden Euro. Das Geld wird für die Brandschutzanlage und andere Umplanungen benötigt. Aufzubringen ist das Geld vom Steuerzahler. Aufsichtsratschef Bürgermeister Klaus Wowereit sieht keine Veranlassung für einen Rücktritt.

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Der neue Berliner Großflughafen BER verteuert sich weiter. Die Kosten würden jetzt auf 5,4 Milliarden Euro taxiert, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Die Mehrkosten von 1,1 Milliarden Euro würden auf diverse Posten entfallen, unter anderem auf die Umsetzung des Brandschutzkonzepts. Über den angepeilten Eröffnungstermin wurden erwartungsgemäß keine Angaben gemacht.

Der neue Berliner Flughafen sollte eigentlich im Juni 2012 eröffnet werden. Wegen technischer Probleme wurde dieser Termin aber wie danach auch noch weitere gekippt. Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hatte zuletzt einen Start erst 2016 nicht mehr ausgeschlossen. Die Kosten für dem BER waren ursprünglich mit etwa 2,5 Milliarden Euro angesetzt. Eigentümer der Flughafengesellschaft sind Berlin und Brandenburg (je 37 Prozent) sowie der Bund (26 Prozent).

In Berlin fordert eine Bürgerinitiative seit einiger Zeit den Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der bei sich selbst keinerlei Schuld an dem Debakel finden kann (mehr zu der unterstützenswerten Initiative hier).


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