Börsen-Gang von Zalando fällt kleiner aus als erwartet

Nach Angaben von Finanz-Analysten wird der Börsen-Gang des Onlineversand-Händlers Zalando kleiner ausfallen als erwartet. Das Unternehmen wird mit 3,8 Milliarden Euro bewertet. Doch der Börsen-Gang wird unter einer Milliarde Euro liegen.

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Der Börsengang von Europas größtem Online-Händler Zalando wird Finanzkreisen zufolge kleiner ausfallen als von vielen Bankern erhofft. Das zuletzt mit 3,8 Milliarden Euro bewertete Unternehmen werde im Herbst zunächst nur einen relativ kleinen Anteil an die Börse bringen, sagten zwei mit den Börsenplänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

„Das wird auf jeden Fall weniger als eine Milliarde Euro schwer“, sagte einer von ihnen. „Aber endgültige Entscheidungen gibt es nicht.“ Viele Investmentbanker hatten darauf gehofft, dass Zalando der erste Milliarden-Börsengang dieses Jahres in Deutschland werden würde.

Das Unternehmen wolle seine Börsenpläne im September öffentlich machen, die Erstnotiz sei für Oktober geplant, hieß es in den Kreisen. Zalando wird von den Investmentbanken Credit Suisse, Morgan Stanley und Goldman Sachs an die Börse begleitet, wie Reuters im Mai erfahren hatte. Zalando wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Das Unternehmen hat bisher nur bestätigt, Börsenpläne zu prüfen.

Der größte Zalando-Aktionär, der börsennotierte schwedische Finanzinvestor Kinnevik, hatte seinen Anteil von 36,5 Prozent zuletzt mit umngerechnet 1,3 Milliarden Euro bewertet. Damit wäre Zalando insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro wert. Ein Grund für das relativ kleine Emissionsvolumen ist den Insidern zufolge, dass kaum einer der Großaktionäre Zalando-Aktien beim Börsengang verkaufen wolle.

Zugleich wollten sie sich aber auch nicht durch eine große Kapitalerhöhung allzusehr verwässern lassen. Die Internet-Investoren Samwer, mit deren Geld Zalando einst groß geworden war, sind mit einem Anteil von 17 Prozent nur noch der zweitgrößte Anteilseigner. Weitere Miteigentümer sind der dänische Modeunternehmer Anders Holch Povlsen mit zehn Prozent, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann sowie der kanadische Pensionsfonds OTPP.

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