Bürgerkrieg: Poroschenko kündigt Angriff der Armee in Ost-Ukraine an

Der ukrainische Präsident Petro Petroschenko hat in der Nacht die Waffenruhe in der Ost-Ukraine aufgekündigt. Die Separatisten hätten seinen Friedensplan zunichte gemacht. Kiew werde nun angreifen und die Ost-Ukraine befreien.

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Die ukrainische Regierung verlängert die Waffenruhe im Osten des Landes trotz internationalen Drucks nicht. Dies gab Präsident Petro Poroschenko am Montagabend in Kiew bekannt. Die ukrainische Armee werde „angreifen und unser Land befreien“, erklärte Poroschenko. Die Chance auf die Umsetzung seines Friedensplans sei durch „kriminelle Handlungen“ der prorussischen Separatisten zunichte gemacht worden, hieß es in der Erklärung Poroschenkos weiter.

Europäische Staaten, darunter Deutschland, hatten sich ebenso wie Russland für eine Verlängerung der Waffenruhe ausgesprochen, die Teil von Poroschenkos Friedensplan war. Noch unmittelbar vor ihrer Aufkündigung hatte es Anzeichen auf eine leichte Entspannung gegeben. Nach Angaben der Bundesregierung und der Regierung in Paris hatten Poroschenko und der russische Präsident Wladimir Putin in einem Telefongespräch eine effektivere Kontrolle der Grenzen vereinbart und über eine Verlängerung der Waffenruhe diskutiert. Diese war von Poroschenko bereits um 72 Stunden bis Montagabend verlängert worden. Dennoch hatte es nach Regierungsangaben auch während der Feuerpause zahlreiche Angriffe der Separatisten gegeben.

Der Westen hat Russland mit einer Verschärfung der Sanktionen gedroht, wenn es die Friedensbemühungen in der Ukraine nicht tatkräftig unterstützt und entsprechend Einfluss auf die Separatisten nimmt.

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