Drogen-Verdacht: SPD-Innenexperte Hartmann tritt zurück

Der SPD-Abgeordnete Michael Hartmann ist als innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion zurückgetreten. Er steht unter Verdacht, Drogen der Sorte Crystal Meth konsumiert zu haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den 51-Jährigen aufgenommen.

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Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, tritt wegen Drogenverdachts von seinem Amt zurück. Die Berliner Staatsanwaltschaft habe strafrechtliche Ermittlungen gegen den 51-jährigen Mainzer Abgeordneten aufgenommen, teilte die Parlamentarische Geschäftsführerin Christine Lambrecht am Mittwochabend in Berlin mit. Beim Bundestag habe die Staatsanwaltschaft erbeten, Ermittlungen anstellen zu dürfen. Der Bitte sei stattgegeben worden.

Nach Angaben eines Fraktionssprechers legt Hartmann auch weitere Ämter nieder. So war er etwa Mitglied im Kontrollgremium für die Geheimdienste. Bundestagsabgeordneter werde Hartmann aber bleiben.

Wie aus Parlamentskreisen zu erfahren war, wird Hartmann der Besitz der Droge Crystal Meth vorgeworfen. Damit soll er gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben.

Lambrecht sagte, die SPD-Bundestagsfraktion unterstütze die Arbeit der Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe müssten schnell und umfassend aufgeklärt werden. Hartmann gehört dem Bundestag seit 2002 an. Innenpolitischer Sprecher der SPD war er seit 2011.

Es handelt sich damit um den zweiten Innenexperten der SPD gegen den Ermittlungen laufen. So wird gegen den früheren Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials ermittelt.

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