Franzosen in der EZB wollen Abwertung des Euro

Die Frankreich-Fraktion in der EZB betreibt die Abwertung des Euro, wie er von der Regierung in Paris gewünscht wird. Das EZB-Ratsmitglied Christian Noyer sagte, dass der starke Euro die wirtschaftlichen Aktivitäten und die Preisstabilität massiv belastet. Es sei daher nur logisch, dass sich der Euro schwäche. Frankreich hat in der Vergangenheit seine wirtschaftlichen Probleme stets durch Abwertungen gelöst.

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Der Euro wird nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Christian Noyer sein hohes Niveau nicht halten können. „Wir haben zwar kein Kursziel. Der Euro belastet aber massiv die wirtschaftliche Aktivität und die Preisentwicklung.“ Es wäre nur logisch, dass sich der Euro ein wenig abschwäche, sagte Frankreichs Zentralbankchef am Freitag dem Magazin „Investir“. Zugleich sagte er, dass das „Eurosystem“ der Europäischen Zentralbank und die nationalen Zentralbanken der Euro-Zone in der Lage seien, ein Bond-Ankauf-Programm zu starten.

Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hatte bereits am Dienstag aggressivere Schritte gegen den aus seiner Sicht zu hohen Euro-Kurs und drohende Deflationsgefahren gefordert. Dazu zählten Anleihenkäufe durch die EZB. EZB-Chef Mario Draghi hatte vor kurzem gesagt, dass Anleihekäufe in großem Stil zwar zum Waffenarsenal der Notenbank gehörten, sie sollten jedoch erst bei drohender Deflation zum Einsatz kommen.

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