Banken-Krise in Portugal erreicht Schweiz: Banken-Aufseher tritt zurück

Die Banken-Krise um die portugiesische Espirito Santo schlägt nun auch in der Schweiz Wellen: Ein Aufseher der FINMA tritt zurück, weil er gleichzeitig im Verwaltungsrat der Skandal-Bank sitzt.

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Die Schwierigkeiten der portugiesischen Großbank Banco Espirito Santo veranlassen einen langjähriger Vertreter der Schweizer Bankenaufsicht zum Rückzug. Die Behörde FINMA gab am Donnerstag bekannt, dass Verwaltungsratsmitglied Jean-Baptiste Zufferey Ende August zurücktreten wird. „Herr Zufferey möchte mit diesem Schritt jeglicher Diskussion um eine allfällige Befangenheit der FINMA gegenüber der Schweizer Gesellschaft der Espirito Santo vorbeugen“, erklärte die Behörde. Zufferey ist auch Verwaltungsrat bei der Banque Privee Espirito Santo. Für die FINMA ist er seit 13 Jahren tätig, seit 2009 saß er in deren Verwaltungsrat.

Undurchsichtige Geschäfte und Spekulationen um Zahlungsprobleme der portugiesischen Bankiersfamilie Espirito Santo haben die Anleger weltweit aufgeschreckt. Die Aktien der gleichnamigen Bank, des größten börsennotierten Geldhauses in Portugal, gingen am Donnerstag auf Talfahrt.

Die Krise in der Chronologie:

Espirito Santo mit Zahlungsproblemen
Ansteckungsgefahr für Euro-Banken erheblich
Börsen reagieren äußerst nervös
Die Warnung der BIZ vor dem Domino-Effekt

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